Shell-Tankstelle verkauft Sprit für 1,81 Euro – ein teurer Irrtum mit Folgen
Hans-Josef BeckmannShell-Tankstelle verkauft Sprit für 1,81 Euro – ein teurer Irrtum mit Folgen
Tankstelle in Straubenhardt verkauft versehentlich Sprit zu Dumpingpreisen
An einer Shell-Tankstelle in Straubenhardt wurden am Mittwochabend irrtümlich die Spritpreise drastisch gesenkt. Superbenzin kostete plötzlich nur noch 1,87 Euro pro Liter, während E10 auf 1,81 Euro fiel. Der Fehler blieb drei Stunden lang unbemerkt, bevor er behoben wurde.
Betroffen war lediglich diese eine Shell-Filiale. Rund 100 Kunden tankten in dem kurzen Zeitraum, in dem die Preise weit unter dem Marktpreis lagen. Das Personal bemerkte das Problem schließlich und korrigierte das System nach drei Stunden.
Nach deutschem Recht müssen Tankstellen den gleichen Preis an der Haupttafel und an der Zapfsäule anzeigen. Weichen die Angaben voneinander ab, gilt der Preis an der Säule als rechtlich verbindlich. Kunden, die solche Unterschiede bemerken, können sich direkt an den Stationsleiter wenden. Bei wiederholten Fehlern drohen offizielle Verwarnungen oder sogar rechtliche Konsequenzen.
In den vergangenen zwei Jahren gab es bei großen Ketten wie Shell, Aral, BP oder Esso keine dokumentierten Fälle von flächendeckenden oder wiederholten Preisfehlern. Zwar sorgten vereinzelte Vorfälle für Schlagzeilen, doch es existieren keine offiziellen Statistiken oder Muster.
Die Tankstelle in Straubenhardt hat ihr Preissystem inzwischen korrigiert. Kunden, die während des Fehlers getankt haben, zahlten den niedrigeren, an der Zapfsäule angezeigten Preis. Die Behörden haben bisher keine weiteren Maßnahmen gegen die Filiale angekündigt.






