22 March 2026, 20:33

Newroz feiern trotz Repression: Wie ein uraltes Fest Widerstand schafft

Eine belebte Stadtstraße bei Nacht am Silvesterabend in Berlin, mit Gebäuden, Bäumen, Laternen, Verkehrszeichen, Zeltplanen, Menschen und einem prächtigen Feuerwerk am Himmel.

Newroz feiern trotz Repression: Wie ein uraltes Fest Widerstand schafft

Newroz: Das antike Fest zum persischen Neujahr wird weltweit gefeiert – trotz anhaltender Unterdrückung

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Trotz fortgesetzter Repression in einigen Regionen wird Newroz, das uralte Fest zum persischen Neujahr, auf der ganzen Welt begangen. In Berlin widmen sich das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt mit großen Veranstaltungen den Traditionen von über 300 Millionen Menschen in mehr als 20 Ländern. Die Feierlichkeiten finden statt, während Gemeinschaften im Iran weiterhin staatliche Einschränkungen der Festivitäten trotzen.

Das Humboldt Forum richtet einen ganzen Tag lang ein Programm zu Newroz aus – in Zusammenarbeit mit sieben Berliner Vereinen, die die vielfältigen Bräuche vorstellen. Geplant sind unter anderem Drachenbau, Eierbemalung, traditionelle Tänze, klassische Musik und Konzerte mit kurdischem Rock. Organisationen wie GAFCA und San'at präsentieren zentralasiatische und usbekische Traditionen, während Mehr und PUK e.V. iranische und afghanische Perspektiven einbringen. Die kurdischen Gruppen Yekmal, Mittani und Royavida tragen ebenfalls mit ihren kulturellen Praktiken zum Programm bei.

Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven" beleuchtet die Bedeutung des Festes in Zeiten der Not. Die Veranstaltung thematisiert, wie Newroz in der Vergangenheit unterdrückt wurde – etwa unter der Herrschaft der Taliban in Afghanistan (1996–2001) oder seit fast fünf Jahrzehnten durch die iranische Regierung. Für viele bleibt die Feier ein Akt des Widerstands.

Parallel dazu legt Kuratorin Ava Irandoost im Haus der Kulturen der Welt den Fokus ganz auf persische Kultur und Künstlerinnen. Offiziell ist Newroz in Ländern wie dem Iran und Afghanistan ein Feiertag, an dem über 98 Prozent der Bevölkerung teilnehmen. Doch im Iran sehen sich die Menschen nach wie vor mit Einschränkungen konfrontiert, wenn sie sich versammeln, um das Fest zu begehen.

Newroz bleibt eine kraftvolle kulturelle Bewegung, die Millionen von Afghanistan bis Kasachstan und darüber hinaus verbindet. Die Berliner Veranstaltungen unterstreichen seine anhaltende Bedeutung – auch dort, wo Gemeinschaften Repression riskieren, um die Traditionen am Leben zu halten. Mit seiner Mischung aus Musik, Kunst und Dialog spiegelt das Fest sowohl seine tiefen Wurzeln als auch seine Rolle in heutigen Kämpfen wider.

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