19 June 2026, 14:19

Marzahn Pride 2023: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2023: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus

Marzahn Pride findet in diesem Jahr unter dem klaren Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ statt. Die Veranstaltung richtet den Fokus auf die Herausforderungen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk konfrontiert sind. Geplant sind ein Umzug und ein Festival – doch die Sorge vor rechtsextremen Bedrohungen bleibt bestehen.

Der Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, und Gordon Lemm werden die Eröffnungsreden halten. Ab 14:30 Uhr folgt ein Kieztfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

Hinter der Veranstaltung steht der Verein Quarteera e.V., der queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. 2022 sah sich der Marzahn Pride mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Zwar gibt es für 2023 bisher keine Hinweise auf größere rechtsextreme Mobilisierungen – doch Krah warnt vor falscher Sicherheit und verweist auf frühere Einschüchterungsversuche sowie spontane Gegenproteste in letzter Minute.

Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde in diesem Jahr von rechtsextremen Störungen betroffen. Auch die Berliner Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnet einen Anstieg körperlicher Angriffe und extremistischer Propaganda in Marzahn.

Trotz der anhaltenden Sicherheitsbedenken wird der Marzahn Pride wie geplant stattfinden. Die Veranstaltung setzt ein Zeichen für Sichtbarkeit und Widerstand gegen Diskriminierung. Organisator:innen und lokale Behörden bleiben wachsam.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle