17 March 2026, 02:19

Filder-Express X4 und X7 vor dem Aus – droht Pendlern das Verkehrs-Chaos?

Ein Doppeldeckerbus fährt auf einer Straße mit hohen Gebäuden, Füßgängern auf dem Gehweg, einem Geländer, Verkehrsampeln und Informationsanzeigen.

Filder-Express X4 und X7 vor dem Aus – droht Pendlern das Verkehrs-Chaos?

Die Zukunft der Stuttgarter Filder-Express-Buslinien X4 und X7 bleibt ungewiss, da Kürzungen der Fördergelder ihren Betrieb bedrohen. Das Land plant, die finanzielle Unterstützung bis September 2027 vollständig einzustellen – damit droht den beliebten Verbindungen die Stilllegung. Unterdessen suchen lokale Behörden und Verkehrsverbände nach Lösungen, bevor die Linien am 19. Dezember eingestellt werden sollen.

Im Jahr 2023 nutzten täglich rund 1.200 Fahrgäste die Linien X4 und X7, davon etwa 700 die X4 und 500 die X7. Trotz der hohen Auslastung hat das Land Baden-Württemberg die Mittel gestrichen und beabsichtigt, die Subventionen bis Ende 2027 komplett zu streichen. Das Verkehrsministerium hat zwar ein finanzielles Angebot unterbreitet, um die Linien zu erhalten, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

Eine von den Grünen in Filderstadt initiierte Petition, die von Tausenden Bürgern unterzeichnet wurde, soll in Kürze an die Verwaltung des Landkreises Esslingen übergeben werden. Ziel ist es, die Verantwortlichen zum Erhalt der Verbindungen zu bewegen. Der Landkreis zeigt sich zwar gesprächsbereit, besteht jedoch auf klare Regelungen zur Kostenbeteiligung, bevor er eine Zusage macht.

Falls die Linien X4 und X7 eingestellt werden, plant die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) als Ersatz den Ausbau der Buslinien der 70er-Serie. Die Linie 74 würde dann Degerloch mit Nürtingen verbinden, die Linie 77 zwischen Degerloch und Harthausen verkehren. Beide Ersatzverbindungen wären im Vergleich zu den Expresslinien mit angepassten Fahrplänen und Haltepunkten unterwegs.

Das Ministerium hat zudem vorgeschlagen, die Abendfahrten auf der Linie X2 zu reduzieren, ohne deren Subventionen zu kürzen – ein Modell, das auch auf die Linien X4 und X7 angewendet werden könnte, sofern die Finanzierung gesichert wird. Ohne eine Einigung bleibt der 19. Dezember jedoch das endgültige Betriebsende für die beiden Expressverbindungen.

Das Schicksal der Linien X4 und X7 hängt nun von den Verhandlungen zwischen dem Ministerium, den Kreisverantwortlichen und den Verkehrsbehörden ab. Scheitern die Gespräche, müssen die Fahrgäste ab dem kommenden Jahr auf die ausgebauten 70er-Linien ausweichen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die täglich 1.200 Pendler ihre direkten Expressverbindungen behalten – oder sich auf längere Fahrzeiten einstellen müssen.

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