16 March 2026, 18:29

Die Linke zwischen Erfolg und Rückschlag: Junge Wähler stimmen zu, Landtag bleibt verwehrt

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Die Linke zwischen Erfolg und Rückschlag: Junge Wähler stimmen zu, Landtag bleibt verwehrt

Die Linke verzeichnete in jüngsten Landeswahlen gemischte Ergebnisse. Bei der baden-württembergischen Landtagswahl 2026 erreichte die Partei nur 4,4 Prozent – und verfehlte damit den Einzug in den Landtag. Gleichzeitig konnte sie bei jüngeren Wähler:innen punkten und legte in Bayerns Kommunalwahlen zu.

Trotz des Rückschlags betonte Parteichefin Ines Schwerdtner, es gebe keinen Kurswechsel.

In Baden-Württemberg scheiterte Die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde für den Landtagseinzug. Die 4,4 Prozent waren ein enttäuschendes Ergebnis, auch wenn die Partei in Städten wie Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe überdurchschnittlich abschnitt. Bei den 16- bis 24-Jährigen kam sie auf 13 Prozent, besonders stark war die Zustimmung bei jungen Frauen.

Eigentlich hatte die Partei vor, nach einem Einzug in den Landtag ein Landesgesetz für höhere Löhne im öffentlichen Dienst voranzutreiben. Nun muss sie sich nach dem Scheitern neu aufstellen.

Deutlich besser lief es dagegen bei den bayerischen Kommunalwahlen: Die Linke steigerte ihre Stimmenzahl von etwa 87.000 auf rund 213.000. Sie ist nun in 66 der 71 Landkreistage vertreten und stellte über 4.000 Kandidat:innen.

Auch die Mitgliederzahlen in Baden-Württemberg stiegen – von 4.400 auf über 10.000 innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre. Schwerdtner unterstrich, man müsse die urbane Dynamik nutzen und gleichzeitig die ländliche Basis stärken, um bei künftigen Wahlen weitere Verluste zu vermeiden.

Die Ergebnisse zeigen eine klare Spaltung zwischen Stadt und Land: Während Die Linke bei jungen Wähler:innen und in Ballungsräumen zulegte, reichte ihr Gesamtanteil in Baden-Württemberg nicht für den Landtag. Nun steht die Partei vor der Herausforderung, ihre wachsende Anhängerschaft in politischen Einfluss umzumünzen.

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