21 March 2026, 20:20

Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuereinnahmen auf 129 Millionen Euro

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Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuereinnahmen auf 129 Millionen Euro

Ulm kämpft trotz steigender Steuereinnahmen mit wachsenden Finanzsorgen

Trotz eines Anstiegs der Steuereinnahmen hat sich die finanzielle Lage Ulms weiter verschärft. Die Schulden der Stadt sind auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen – und ein weiteres Wachstum zeichnet sich ab. Der Großteil der Mehreinnahmen wurde durch steigende Kosten und unerwartete Ausgaben aufgezehrt.

Allein im Jahr 2025 stieg die Verschuldung Ulms um 31 Millionen Euro auf insgesamt 129 Millionen Euro – fast das Doppelte im Vergleich zu vor zwei Jahren. Der starke Anstieg folgt auf hohe Investitionen in die Infrastruktur, wobei vergleichbare Zahlen für andere Großstädte in Baden-Württemberg nicht vorliegen. Ungeplante Notausgaben belasteten das Budget zusätzlich mit rund 12,6 Millionen Euro.

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Zwar verzeichnete die Stadt einen Steuerzuwachs – vor allem durch höhere Gewerbesteuereinnahmen stieg das Gesamtaufkommen um etwa 25 Millionen Euro. Doch dieser Überschuss wird in den kommenden Jahren teilweise durch den kommunalen Finanzausgleich wieder abgezogen. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Sozialleistungen, Integrationsangebote und Jugendhilfe stark angestiegen und belasten den Haushalt zusätzlich.

Trotz der Mehreinnahmen konnte Ulm keine Rücklagen für die Sanierungs- und Modernisierungsreserve bilden. Die zusätzlichen Mittel wurden fast vollständig von den bestehenden finanziellen Belastungen aufgezehrt, sodass kaum Spielraum für langfristige Planungen bleibt.

Die Liquidität der Stadt verschlechtert sich weiter, und die Schulden werden voraussichtlich weiter steigen. Da der Großteil der Steuermeerinnahmen bereits verplant ist, steht Ulm vor anhaltenden finanziellen Herausforderungen. Für dringend notwendige Investitionen wurden keine Mittel bereitgestellt – die Haushaltslage wird sich in den kommenden Jahren weiter zuspitzen.

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