Tödlicher Unfall führt zu sicherem Radweg-Neuaufbau in Süddeutschland
Hans-Josef BeckmannLand Repariert Fahrradweg Nach tödlichem Unfall eines Radaktivisten - Tödlicher Unfall führt zu sicherem Radweg-Neuaufbau in Süddeutschland
Gefährliche Straße in Süddeutschland soll bald deutlich sicherer werden für Radfahrer
Ein besonders riskanter Straßenabschnitt in Süddeutschland wird in Kürze umfassende Sicherheitsverbesserungen erhalten. Der Radweg zwischen Neuhausen und Schellbronn, auf dem im Januar 2024 der Radaktivist Andreas Mandalka tödlich verunglückte, soll komplett neu gestaltet werden. Die Verantwortung für die Strecke hat nun die Landesregierung des Bundeslandes übernommen – nach Jahren kommunaler Verwaltung.
Der Unfall ereignete sich auf der Landesstraße L574, wo Mandalka unterwegs war, als ihn ein 78-jähriger Autofahrer erfasste, der ihn offenbar übersehen hatte. Trotz Warnweste und vorgeschriebener Fahrradbeleuchtung erlitt Mandalka tödliche Verletzungen. Sein Tod löste breite Forderungen nach sicherer Radinfrastruktur aus, hatte er sich doch jahrelang für bessere Radverbindungen eingesetzt.
Bisher unterstand der Radweg der kommunalen Zuständigkeit. Nach der Tragödie hat das Land jedoch die Finanzierung und Umsetzung der Sanierung übernommen. Die neue Planung sieht vor, dass Radfahrer künftig einen separaten Weg nutzen müssen und nicht mehr die Straße mit dem Autoverkehr teilen.
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Dringlichkeit des Vorhabens: Sichere Radverbindungen müssten absolute Priorität haben. Die Änderungen sollen ähnliche Unfälle künftig verhindern.
Der neu gestaltete Radweg wird künftig vom Land und nicht mehr von der Kommune unterhalten. Radfahrer werden die L574 nicht mehr mit Autos teilen, was das Kollisionsrisiko verringert. Die Bauarbeiten sollen zeitnah beginnen, mit dem Ziel, die Umbaumaßnahmen so schnell wie möglich abzuschließen.