Schwerer Crash auf B 297: Zwei Verletzte nach Lkw-Zusammenstoß bei Lindorf
Gerfried ThiesSchwerer Crash auf B 297: Zwei Verletzte nach Lkw-Zusammenstoß bei Lindorf
Schwerer Unfall auf der Bundesstraße B 297: Zwei Verletzte am Mittwochnachmittag
Bei einem schweren Zusammenstoß auf der Bundesstraße B 297 sind am Mittwochnachmittag zwei Menschen verletzt worden. An der Unfallstelle bei der Anschlussstelle Lindorf prallten ein VW Golf und ein Lkw aufeinander. Die Rettungskräfte sperrten die Straße für mehrere Stunden, um die Unfallfolgen zu beseitigen.
Schon zuvor hatte die Polizei in Nürtingen bei einer großangelegten Verkehrskontrolle einen Langstreckenbus sichergestellt. Das Fahrzeug, in dem sich noch 18 Fahrgäste befanden, war fast 30 Stunden ohne ausreichende Pausen unterwegs gewesen – zudem war der Geschwindigkeitsbegrenzer manipuliert worden.
Nach ersten Ermittlungen wollte eine 72-jährige Frau mit ihrem VW Golf auf die B 297 abbiegen, als es zum Crash mit einem von einem 54-jährigen Mann gesteuerten Lkw kam. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Golf von der Fahrbahn und landete in einem etwa zwei Meter tiefen Graben.
Beide Fahrer wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Straße blieb zwischen der Autobahn A8 und der Anschlussstelle Lindorf bis 15:45 Uhr vollständig gesperrt.
30-Stunden-Fahrt ohne Pausen: Bus mit manipuliertem Tacho gestoppt
Bereits am Vormittag hatten Beamte an einer Verkehrskontrolle in Nürtingen einen Mercedes-Benz Sprinter als Langstreckenbus angehalten. Die Fahrt hatte in Villingen-Schwenningen begonnen und führte über Rottweil und Tübingen bis nach Nürtingen. Ursprünglich waren 42 Passagiere an Bord gewesen, zum Zeitpunkt der Kontrolle befanden sich jedoch nur noch 18 im Bus. Die Ermittler stellten fest, dass das Fahrzeug rund 30 Stunden mit nur minimalen Unterbrechungen im Einsatz war. Zudem war der Geschwindigkeitsbegrenzer außer Funktion gesetzt worden.
Die Behörden zogen den Bus umgehend aus dem Verkehr und ordneten eine Überprüfung in einer Werkstatt an. Erst nach der Wiederinbetriebnahme des Tempolimiters durfte das Fahrzeug die Fahrt fortsetzen. Die beiden Fahrer sowie der Halter mussten vor der Freigabe eine gemeinsame Kaution in Höhe von 5.000 Euro hinterlegen.
Mittlerweile ist die B 297 wieder freigegeben, doch beide Unfallfahrzeuge wurden schwer beschädigt. Der Langstreckenbus bleibt hingegen weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, nachdem schwere Verstöße gegen die Verkehrssicherheit aufgedeckt wurden. Die Polizei prüft weiterhin die genauen Umstände beider Vorfälle.






