09 May 2026, 10:22

Sachsens Apothekensterben gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke gelegen.

Sachsens Apothekensterben gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land

Apotheken in Sachsen schließen in alarmierendem Tempo – die Versorgung auf dem Land steht auf dem Spiel

Göran Donner, Präsident des Sächsischen Apothekerverbandes, warnt, dass ländliche Regionen bald Schwierigkeiten haben könnten, die grundlegende medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten. Hintergrund sind finanzielle Engpässe und ein Mangel an Fachpersonal, die viele Apotheken zum dauerhaften Schließen zwingen.

Zwischen 2016 und 2020 verlor Sachsen 36 Apotheken. Der Trend verschärfte sich in den folgenden Jahren: Von 2021 bis 2025 schlossen weitere 85 Betriebe. Allein im vergangenen Jahr verschwanden 13 Apotheken – weniger als in den Vorjahren, doch das Signal bleibt besorgniserregend.

Donner nennt wirtschaftliche Belastungen als Hauptgrund. Ohne stabile Finanzierung könnten Apotheken ihre Leistungen nicht ausbauen oder Mitarbeiter halten. Zudem kritisiert er, dass die von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag versprochenen Gebührenanpassungen bis heute ausstehen.

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Der Fachkräftemangel verschärft die Krise zusätzlich. Weil zu wenig qualifiziertes Personal verfügbar ist, können einige Apotheken nicht mehr im vollen Umfang arbeiten – viele Besitzer sehen sich gezwungen, ihre Türen für immer zu schließen. Ohne Gegenmaßnahmen, so Donner, drohe die flächendeckende Gesundheitsversorgung in ländlichen Teilen Sachsens unhaltbar zu werden.

Ein Ende des Apothekensterbens ist nicht in Sicht. Bleiben die Gebührenreformen weiter aus, dürften weitere Schließungen folgen. Die Folge: Viele ländliche Gemeinden hätten dann nur noch eingeschränkten Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Grundversorgung.

Quelle