08 May 2026, 16:19

Pharma- und Biotechbranche warnt vor Verlust der deutschen Wettbewerbsfähigkeit

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Americans zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Pharma- und Biotechbranche warnt vor Verlust der deutschen Wettbewerbsfähigkeit

Fünf Verbände aus der Pharma- und Biotechnologiebranche haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu raschem Handeln aufgefordert. Sie warnen, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in diesem Sektor gefährdet sei. Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Marktbedingungen und jüngste politische Änderungen.

Die Verbände kritisierten das kürzlich verabschiedete GKV-Finanzstabilisierungsgesetz scharf. Dieses habe ihrer Ansicht nach Unsicherheit in der gesamten Pharmabranche ausgelöst. Stattdessen fordern sie strukturelle Reformen, um die langfristigen Herausforderungen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu bewältigen.

Zudem wiesen sie auf die starke Abhängigkeit Deutschlands von China bei wichtigen Arzneimittelwirkstoffen und Schlüsseltechnologien hin. Diese Abhängigkeit berge Risiken für Lieferketten und Innovationskraft, argumentieren die Verbände. Sie bestehen darauf, dass ein ressortübergreifender Ansatz notwendig sei, um die pharmazeutische Zukunft des Landes zu sichern.

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In ihren Vorschlägen lehnen die Verbände Maßnahmen wie verschärften Preiswettbewerb bei patentgeschützten Medikamenten ab. Auch gegen strengere mengenbasierte Preisregelungen sprechen sie sich aus. Stattdessen schlagen sie eine umfassende Pharma-Strategie vor, die in Abstimmung mit allen relevanten Ministerien und der Bundeskanzlei entwickelt werden soll. Bisher hätten sie jedoch keine Rückmeldung zu ihren eingereichten Reformvorschlägen erhalten.

Äußere Faktoren wie die Handels- und Arzneimittelpreispolitik der USA verschärfen die Lage zusätzlich. Die Verbände warnen, dass diese Entwicklungen den Zugang Deutschlands zu innovativen Spitzenmedikamenten einschränken könnten.

Die Branchenvertreter fordern einen klaren Fahrplan für die nächsten Schritte der Pharma-Strategie. Sie betonen, dass dringend gehandelt werden müsse, um Deutschlands Position auf den globalen Pharmamärkten zu verteidigen. Ohne Reformen, so ihre Warnung, könnte die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors weiter schwächen.

Quelle