Nordkurier liefert Zeitungen künftig abends – und setzt auf neue Logistikstrategie
Hans-Josef BeckmannNordkurier liefert Zeitungen künftig abends – und setzt auf neue Logistikstrategie
Nordkurier Media Group stellt Zustellung ihrer Tageszeitungen um
Die Nordkurier Media Group ändert die Auslieferung ihrer Tageszeitungen. Künftig erhalten Leser die gedruckten Ausgaben abends statt wie bisher morgens. Hintergrund der Umstellung sind steigende Kosten und sinkende Auflagenzahlen im klassischen Zeitungsvertrieb.
Betroffen sind vier große Titel: Nordkurier, Schweriner Volkszeitung, Schwäbische Zeitung und Zollern-Alb-Kurier. Statt wie bisher sechs Ausgaben pro Woche gibt es nun sieben – von Dienstag bis Sonntag. Die digitale Version bleibt weiterhin täglich ohne Unterbrechung verfügbar.
Die morgendliche Zustellung war durch höhere Mindestlöhne und rückläufige Verkaufszahlen im Printbereich zu teuer geworden. Um sich anzupassen, baut die Gruppe ein eigenes Logistiknetz auf, das nicht nur Zeitungen, sondern auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportieren soll. Der Paketdienst Hermes hat bereits als Kunde für den neuen Service unterzeichnet.
Die Umstellung wurde in ausgewählten Regionen getestet und stieß auf positive Resonanz. Bei reibungslosem Ablauf soll die vollständige Einführung bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Verlage, die nicht umstellen, könnten ihre Leser darüber informieren müssen, dass in ihrer Region keine gedruckte Ausgabe mehr erscheint – nur noch die digitale Variante.
Mit dem Wechsel zur Abendzustellung will die Gruppe Kosten sparen und die gedruckte Zeitung langfristig erhalten. Abonnenten erhalten zwar eine zusätzliche Ausgabe pro Woche, montags jedoch nur in digitaler Form. Das erweiterte Logistiksystem des Unternehmens soll zudem künftig auch andere Lieferdienste über den Zeitungsvertrieb hinaus unterstützen.






