MVV-Energie-Chef drängt auf schnelle EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Hans-Josef BeckmannMVV-Energie-Chef drängt auf schnelle EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie, fordert eine zügige Verabschiedung des Entwurfs zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die geplanten Änderungen sieht er als entscheidenden Schub für Wind- und Solarenergie in Deutschland. Das Unternehmen, einer der größten Energieversorger des Landes, unterstützt zentrale Maßnahmen zur Beschleunigung des Ökostrom-Ausbaus.
Das EEG war vor 20 Jahren unter der rot-grünen Koalition eingeführt worden, um erneuerbaren Strom durch feste Vergütungssätze zu fördern. Nun argumentiert Müller, dass die aktuellen Novellierungen helfen werden, langjährige Verzögerungen beim Ausbau der Erneuerbaren zu überwinden.
Er begrüßt insbesondere Pläne, die Ausschreibungsmengen für neue Windparks zu erhöhen und die Ausbaugrenzen in norddeutschen Regionen aufzuheben. Zudem ist ein "Südquote" mit angepassten Zahlungen vorgesehen, um den Ausbau in Süddeutschland voranzutreiben. Müller ist überzeugt, dass diese Schritte den aktuellen Stau bei Erneuerbaren-Projekten auflösen werden.
Die sinkenden Kosten in der Photovoltaik hätten bereits Fortschritte gebracht, und Müller unterstützt die neuen Regelungen für Mieterstrommodelle. Er schlägt vor, Solaranlagen auf Neubauten verpflichtend vorzuschreiben und brachliegende Agrarflächen für Solarparks zu nutzen. Gleichzeitig warnt er davor, die EEG-Reform an Debatten über die Flächennutzung scheitern zu lassen.
Der Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium enthält zahlreiche Maßnahmen zur Beschleunigung des Onshore-Windausbaus. MVV Energie, mit rund 6.100 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 4 Milliarden Euro, hat ein erhebliches Interesse am Gelingen der Energiewende.
Müllers Unterstützung für die EEG-Reform unterstreicht deren Potenzial, den Ausbau von Wind- und Solarenergie entscheidend zu beschleunigen. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, regionale Beschränkungen zu lockern und Ausschreibungsmöglichkeiten auszuweiten. Bei einer Verabschiedung könnten die Reformen einen Wendepunkt für den Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland markieren.






