Mieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Hans-Josef BeckmannMieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat dringende Änderungen bei der Verteilung von Modernisierungskosten auf Mieter gefordert. Axel Gedaschko kritisierte das aktuelle System, bei dem alle Mieter unabhängig vom Einkommen die gleichen Zuschläge zahlen müssen. Er plädiert für eine gerechtere Lösung, um Haushalte mit geringeren Einkommen finanziell zu entlasten.
Nach den bestehenden Regelungen können Vermieter die Kosten für Sanierungen gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verdeutlichte die Ungerechtigkeit an einem Beispiel: Eine alleinerziehende Mutter, die als Krankenschwester arbeitet, muss dieselbe Mieterhöhung tragen wie ein Paar mit Doppeleinkommen – obwohl sie deutlich weniger verdient.
Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes System vor, das sich am Einkommen orientiert. Besserverdiener würden stärker zur Kasse gebeten, während Geringverdiener entlastet würden. Ziel ist es, zu verhindern, dass einkommensschwache Mieter nach einer Modernisierung ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen können.
Gedaschko rief die regierende Koalition zum schnellen Handeln auf. Er betonte, dass das Einkommen stärker berücksichtigt werden müsse, um die Höhe der Umlage für jeden Mieter fair zu gestalten. Ohne Reform werde das aktuelle System weiterhin diejenigen benachteiligen, die es sich am wenigsten leisten können, warnte er.
Die vorgeschlagenen Änderungen würden die Mieterhöhungen an die finanzielle Leistungsfähigkeit der Haushalte anpassen. Vermieter könnten zwar weiterhin die Modernisierungskosten decken, doch die Belastung würde gerechter verteilt. Ob und wie Gedaschkos Reformvorschlag umgesetzt wird, liegt nun in den Händen der Politik.






