Mercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in der Lieferkette zu tracken
Gerd BuchholzMercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in der Lieferkette zu tracken
Mercedes-Benz erweitert den Einsatz von Blockchain-Technologie, um CO₂-Emissionen und Nachhaltigkeit in seiner Lieferkette zu verfolgen. Das jüngste Pilotprojekt konzentriert sich auf Materialien mit hohem CO₂-Fußabdruck, darunter Stahl, Aluminium und Batteriezellen. Dieser Schritt ist Teil des Unternehmensprogramms Ambition2039, das eine klimaneutrale Pkw-Flotte innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte anstrebt.
Der Versuch baut auf einem Blockchain-Prototyp auf, der im vergangenen Jahr entwickelt wurde. Dieses System ermöglichte eine transparente Dokumentation von Verträgen über alle Ebenen der Lieferkette hinweg. Nun soll das neue Projekt Produktionsströme und die damit verbundenen CO₂-Emissionen für Schlüsselmaterialien abbilden.
Mercedes-Benz arbeitet dabei mit einem Batteriezellenhersteller und dem britischen Start-up Circulor zusammen. Gemeinsam wollen sie die Nachverfolgung klimarelevanter Gase und den Umgang mit Ressourcen verbessern. Die gesammelten Daten sollen zudem überprüfen, ob Lieferanten Nachhaltigkeitsstandards in den Bereichen Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umweltschutz und Unternehmensethik einhalten.
Neben der Emissionsverfolgung führt das Unternehmen Workshops mit Zulieferern durch. In diesen Sitzungen geht es darum, konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes zu identifizieren. Ziel ist es, CO₂-Einsparungen und nachhaltige Praktiken stärker in Beschaffungsentscheidungen einfließen zu lassen.
Das Pilotprojekt erweitert die Bemühungen von Mercedes-Benz um Transparenz in der Lieferkette über die direkten Zulieferer hinaus. Durch den Einsatz von Blockchain kann das Unternehmen Emissionsdaten und die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien auf jeder Stufe überprüfen. Dieses System wird helfen, künftig Materialien mit geringem CO₂-Ausstoß und ethisch einwandfreie Beschaffung in der Produktion zu priorisieren.






