GDI-DE gründet Wirtschaftsbeirat für bessere Geodaten-Nutzung in 2019
Gerfried ThiesGDI-DE gründet Wirtschaftsbeirat für bessere Geodaten-Nutzung in 2019
Deutschlands Geodateninfrastruktur (GDI-DE) macht 2019 großen Schritt nach vorn
Mit der Gründung eines neuen Beratungsgremiums hat Deutschlands Geodateninfrastruktur (GDI-DE) im Jahr 2019 einen bedeutenden Fortschritt erzielt. Der Wirtschaftsbeirat wurde ins Leben gerufen, um branchenbezogenes Fachwissen in die Weiterentwicklung des nationalen Geodatennetzwerks einzubringen. Sein Ziel ist es, die GDI-DE so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen von Unternehmen und Nutzern gleichermaßen besser gerecht wird.
Der Beirat wurde am 18. März 2019 offiziell eingerichtet – als Teil der Verpflichtungen Deutschlands im Rahmen der Open Government Partnership. Seine Aufgabe besteht darin, die Lücke zwischen öffentlichen Geodaten-Dienstleistungen und den Anforderungen der Privatwirtschaft zu schließen. An der ersten Sitzung nahmen hochrangige Vertreter aus 14 Wirtschaftsverbänden teil, darunter Bitkom und der Bundesverband Deutscher Vermessungsingenieure (BDVI).
Bitkom und der BDVI übernahmen für einen Zeitraum von zwei Jahren die Leitung der Koordinierungsgruppe des Beirats. Ihre Aufgabe ist es, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsvertretern und den Steuerungsgremien der GDI-DE sicherzustellen. Am 18. September 2019 besiegelten Rolf-Werner Welzel und Professor Gerd Buziek diese Partnerschaft mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung auf der INTERGEO.
Die Vereinbarung sieht verlässliche Beratungsstrukturen, transparente Dialoge und Innovationspartnerschaften vor. Derzeit wird eine gemeinsame Fachsitzung zu den Themen "Offene Daten" und "Plattformen/Portale" vorbereitet. Dies wird die erste offizielle Zusammenarbeit zwischen dem Lenkungsgremium der GDI-DE und dem Wirtschaftsbeirat markieren.
Der neue Beirat soll die GDI-DE stärker an den Marktbedürfnissen ausrichten. Durch die Einbindung von Branchenführern in den Entscheidungsprozess strebt er eine praxisnähere Nutzung georäumlicher Informationen an. Als nächste Schritte sind gemeinsame Diskussionen über Datenzugänglichkeit und Plattformentwicklung geplant.






