Mercedes-Benz bricht Absatzrekord – doch Kartellvorwürfe trüben den Erfolg
Hans-Josef BeckmannMercedes-Benz bricht Absatzrekord – doch Kartellvorwürfe trüben den Erfolg
Mercedes-Benz Pkw verzeichnet Rekordabsatz im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal steigerte Mercedes-Benz Cars seine Verkäufe auf ein Rekordhoch und lieferte weltweit 595.200 Fahrzeuge aus – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Marke verzeichnete dabei eine starke Nachfrage in Schlüsselmärkten wie Europa, China und Australien.
Die Daimler AG meldete ebenfalls ein erfolgreiches zweites Quartal: Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf rund 41,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn wuchs leicht und erreichte etwa 2,51 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,45 Milliarden Euro). Sowohl Mercedes-Benz als auch smart verzeichneten in mehreren Regionen, darunter Deutschland, Südkorea und Australien, historische Abschatzrekorde.
Das Unternehmen kündigte an, im November den X-Class-Pickup auf den Markt zu bringen – den ersten Einstieg der Marke in den Pickup-Segment. Unterdessen steht eine Sitzung des Aufsichtsrats von Daimler an, nachdem Vorwürfe wegen kartellrechtlich relevanter Absprachen in der Automobilbranche bekannt wurden.
Die Behörden prüfen derzeit, ob regelmäßige Treffen zwischen Automobilherstellern zu illegalen Preisabsprachen geführt haben. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Hans Dieter Pötsch, hat eine Krisensitzung einberufen, um die Vorwürfe zu behandeln. Auch der Daimler-Aufsichtsrat wird sich mit den Anschuldigungen befassen, obwohl das Unternehmen in seinem jüngsten Finanzbericht nicht darauf einging.
Die Quartalszahlen von Daimler zeigen eine starke finanzielle und absatztechnische Performance. Die bevorstehende Markteinführung des X-Class Pickups markiert eine neue strategische Richtung für die Marke. Die Ermittlungen zu den Kartellvorwürfen dauern derweil an – mehrere Automobilhersteller stehen unter Beobachtung.






