10 May 2026, 08:19

Logistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferketten-Krise

Grafik zeigt die Entwicklung der Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit einer blauen Linie, die einen Rückgang und einer grünen Linie, die einen Anstieg der Preise anzeigt.

Logistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferketten-Krise

Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell gegen die stark steigenden Spritkosten vorzugehen. Der Appell kommt zu einem Zeitpunkt, an dem explodierende Dieselpreise die Lieferketten im ganzen Land zu destabilisieren drohen. Unternehmen warnen, dass sich die Belastung für Transport- und Logistikfirmen ohne sofortige Entlastung weiter verschärfen werde.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben sich in diesem Aufruf zusammengeschlossen. Ihre Forderung zielt auf kurzfristige Maßnahmen ab, um die finanzielle Belastung durch die Rekord-Spritpreise abzumildern.

Die Verbände betonen, dass es in der Krise nicht um langfristige Subventionen gehe. Stattdessen fordern sie eine temporäre Bremse der Spritkosten, um Unternehmen diese außergewöhnliche Phase überstehen zu lassen. Jede Entlastung, so ihr Argument, solle aus den Mehreinnahmen finanziert werden, die der Staat durch höhere Energiesteuern und die CO₂-Bepreisung erzielt.

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Von Transportunternehmen über Kurierdienste bis hin zu Möbelspediteuren sehen sich die Betriebe einer doppelten Herausforderung gegenüber: Sie müssen die rasant steigenden Energiepreise bewältigen und gleichzeitig die Lieferketten am Laufen halten. Ein stabiler und bezahlbarer Logistiksektor bleibt sowohl für die Wirtschaft als auch für die tägliche Versorgung mit Gütern von entscheidender Bedeutung.

Die Verbände bestehen darauf, dass der Staat nicht auf Kosten von Unternehmen und Steuerzahlern von der Krise profitieren dürfe. Ohne Eingreifen werde der Druck auf die Logistikbranche weiter wachsen – mit dem Risiko weiterer Störungen in den Lieferketten. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, schnelle Entlastung mit haushaltspolitischer Verantwortung in Einklang zu bringen.

Quelle