Landespreis für Heimatforschung 2025: Digitale Projekte und ehrenamtliches Engagement im Fokus
Brigitta SchülerLandespreis für Heimatforschung 2025: Digitale Projekte und ehrenamtliches Engagement im Fokus
Der 44. Landespreis für Heimatforschung wird am Donnerstag, dem 20. November 2025, im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Weinheim verliehen. In diesem Jahr gingen 99 Bewerbungen ein, die ein breites Spektrum an regionalgeschichtlichen Projekten aus dem gesamten Land präsentierten.
Eine unabhängige Jury begutachtete alle Einreichungen und zeichnete fünf Projekte mit Anerkennungspreisen aus. Der mit insgesamt 17.500 Euro dotierte Preis würdigt das Engagement ehrenamtlicher Forscherinnen und Forscher, die sich für die Bewahrung des lokalen Kulturerbes einsetzen.
Zu den ausgezeichneten Initiativen zählt die «Diefenbach-Haus-Chronik» in Sternenfels, die mit dem Preis für Digitale Heimatgeschichte bedacht wurde. Das Projekt erforscht, dokumentiert und digitalisiert die Geschichte des Ortes Sternenfels im Enzkreis. Obwohl in der Kategorie «Digitale Heimatgeschichte» kein expliziter Hauptpreisträger gekürt wurde, überzeugt die Diefenbach-Initiative durch ihren innovativen digitalen Ansatz zur Bewahrung der Dorfgeschichte.
Staatssekretär für Kunst, Arne Braun, betonte in seinen Worten die dynamische Natur von Heimat: Sie entstehe nicht nur durch einen festen Ort, sondern werde durch Handlungen, Beziehungen und gelebte Erfahrungen geprägt. Seine Aussagen spiegeln das übergeordnete Ziel des Preises wider – die anhaltende Auseinandersetzung mit der Regionalgeschichte zu fördern. Die Verleihung in Weinheim ehrt das oft unsichtbare Engagement von Forscherinnen und Forschern, die ohne formale Anerkennung arbeiten. Dank ihres Einsatzes bleiben lokale Geschichten, Bräuche und Denkmäler für kommende Generationen zugänglich.
Die Preise 2025 zeigen, wie vielfältig die Methoden der Heimatpflege sein können – von traditionellen Ansätzen bis hin zu digitalen Formaten. Mit fünf ausgezeichneten Projekten und einem Preisgeld von 17.500 Euro unterstreicht die Veranstaltung den Wert ehrenamtlicher Forschung. Die prämierten Initiativen, darunter die Diefenbach-Haus-Chronik, dienen nun als Vorbild dafür, wie Gemeinden ihre Vergangenheit dokumentieren und weitergeben können.