12 June 2026, 22:22

Kai Wegners riskanter Wahlkampf: Kann Berlins Bürgermeister sein Amt verteidigen?

Die Countdown läuft

Kai Wegners riskanter Wahlkampf: Kann Berlins Bürgermeister sein Amt verteidigen?

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner steht vor einem harten Wahlkampf um seine Wiederwahl. Seine CDU hat ihn erneut als Spitzenkandidaten für die anstehende Abstimmung nominiert. Aktuelle Umfragen deuten jedoch auf eine weniger günstige Ausgangslage hin als bei seinem Sieg 2023.

Am Dienstagabend bestätigte die CDU Wegner auf dem Landesparteitag offiziell als ihren Hauptbewerber. Kein anderes Parteimitglied stellte sich zur Wahl – er blieb ohne Gegenkandidaten. 2023 war Wegner nach dem CDU-Sieg mit 28,2 Prozent der Stimmen vor der SPD (18,4 Prozent) erstmals zum regierenden Bürgermeister gewählt worden.

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Wegner verweist darauf, dass sich Umfragewerte rasant ändern können. 2023 hatte er im Wahlkampf anfängliche Zweifel widerlegt und schließlich die Oberhand behalten. Diesmal sieht er sich jedoch mit Kritik konfrontiert – etwa wegen des jüngsten Stromausfalls, der glatteisbedingten Chaoslage im Winter und eines Subventionsskandals. Auch seine zügige Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung sorgte für Diskussionen.

Sollte er die Wahl am 20. September verlieren, bliebe er vorerst bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt, voraussichtlich bis Dezember. Eine Niederlage würde zudem wahrscheinlich sein Amt als CDU-Landesvorsitzender in Berlin beenden. Mit nur noch 100 Tagen bis zur Wahl steht Wegners politische Zukunft auf dem Spiel. Ein Wahlverlust würde ihn nicht sofort aus dem Amt entfernen, aber eine Übergangsphase einleiten. Die weiterhin bestehende Rückendeckung seiner Partei hält ihn vorerst im Rennen.

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