Hessens Automobilbranche 2025: Elektroboom trotz sinkender Zulassungen und steigender Kosten
Brigitta SchülerHessens Automobilbranche 2025: Elektroboom trotz sinkender Zulassungen und steigender Kosten
Hessens Automobilbranche verzeichnete 2025 gemischte Ergebnisse: Während der Absatz von Elektrofahrzeugen stark stieg, gingen die Gesamtzulassungen zurück, und die Kosten für Käufer kletterten. Zudem gab es Verschiebungen bei den Ausbildungsverhältnissen und schrumpfende Gewinnmargen.
Die Verkäufe von Elektroautos in Hessen stiegen 2025 auf 189.601 Einheiten. Dieses Wachstum hob sich von einem allgemeinen Rückgang der Neuzulassungen von Personenkraftwagen ab, die auf 322.461 sanken. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet dennoch mit einer Erholung und prognostiziert für 2026 bundesweit einen Anstieg der Neuzulassungen um 3,5 bis 4 Prozent.
Die Kosten für Autohalter in Hessen stiegen deutlich: Der Durchschnittspreis für ein Neufahrzeug lag bei 44.780 Euro, während die Wartungskosten im Schnitt 542 Euro betrugen. Privatkunden gaben allein für Verschleißreparaturen durchschnittlich 604 Euro aus.
Die Rentabilität der Branche verschlechterte sich, da die Umsätze des hessischen Automobilsektors auf 29,1 Milliarden Euro zurückgingen. Die Gewinnmargen sanken von 1,6 auf 1,1 Prozent. Gleichzeitig zeigten sich gegenläufige Trends bei den Arbeitskräften: Die neuen Ausbildungsverträge für Kfz-Mechatroniker stiegen leicht auf 1.842, während die kaufmännischen Ausbildungsplätze auf nur noch 387 fielen.
Die Daten aus 2025 spiegeln einen Wandel in Hessens Automarkt wider: Höhere Kosten und rückläufige Zulassungen stehen einem starken Nachfrageanstieg nach Elektrofahrzeugen gegenüber. Die Branche steht nun unter Druck, sich anzupassen, da sowohl Umsätze als auch Gewinnmargen sinken.






