Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz stabiler Finanzen
Hans-Josef BeckmannFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz stabiler Finanzen
Festo kündigt Streichung von 1.300 Stellen in Deutschland an
Das familiengeführte Unternehmen für industrielle Automatisierung, Festo, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer globalen Umstrukturierung, die Effizienz und Wachstum stärken soll. Unternehmenschef Thomas Böck betonte, dass trotz stabiler Finanzlage dringender Handlungsbedarf bestehe.
Das in Esslingen ansässige Unternehmen, bekannt für pneumatische Systeme, Software und KI-gestützte Automatisierungslösungen, verzeichnet seit drei Jahren rückläufige Umsätze. 2025 sank der Umsatz um 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro. Als Gründe für die Restrukturierung nannte Festo veränderte globale Märkte, wachsende Konkurrenz aus Asien und geopolitische Unsicherheiten.
Weltweit beschäftigt Festo derzeit rund 20.600 Mitarbeiter, davon 8.200 in Deutschland. Die geplanten Entlassungen stoßen bei der IG Metall auf Kritik: Die Gewerkschaft bezeichnete die Kürzungen als Fehler, der die industrielle Basis Deutschlands schwäche. Die eingesparten Mittel aus der Umstrukturierung in Deutschland sollen in die globale Transformationsstrategie des Unternehmens fließen.
Laut CEO Böck seien die Veränderungen notwendig, um Festos Führungsposition in der Automatisierung und technischen Bildung zu sichern. Das Programm ziele darauf ab, die Abläufe in Deutschland zu straffen und gleichzeitig das Wachstum in anderen Regionen zu fördern.
Von den Stellenstreichungen betroffen sein werden etwa 16 Prozent der deutschen Belegschaft. Die frei werdenden Mittel sollen in Effizienzsteigerungen und die Erschließung neuer Märkte investiert werden. Die Umstrukturierung wird die globalen Aktivitäten von Festo in den kommenden Jahren neu ausrichten.






