CDU lehnt Zusammenarbeit mit AfD ab – Radtke warnt vor rechtsextremer Infiltrierung
Hans-Josef BeckmannCDU lehnt Zusammenarbeit mit AfD ab – Radtke warnt vor rechtsextremer Infiltrierung
Dennis Radtke, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der CDU, hat eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD entschieden abgelehnt. Seine Äußerungen erfolgten als Reaktion auf den Vorschlag Peer Steinbrücks, der für einen flexibleren Umgang mit der Partei plädiert hatte.
Steinbrück argumentierte, der „demokratische Schutzwall“ – eine politische Absperrung gegen die AfD – habe zwar seinen Zweck erfüllt, dürfe aber nicht auf Dauer bestehen bleiben. Stattdessen schlug er vor, klare „rote Linien“ für einen möglichen künftigen Dialog zu ziehen.
Radtke widersprach dieser Position. Er bezeichnete den Schutzwall als notwendigen Schutzschild für die politische Mitte, um eine Infiltrierung durch rechtsextremes Gedankengut zu verhindern. Zudem wies er die Annahme zurück, die AfD könne sich von extremistischen oder prorussischen Positionen distanzieren, und nannte solche Hoffnungen unrealistisch.
Aus seiner Sicht sind die wirksamsten Mittel gegen Extremismus Glaubwürdigkeit und die Nähe zu den Bürgern. Gleichzeitig warnte er, dass diese Ressourcen zunehmend schwinden – mit klaren Risiken für die Zukunft.
Die Debatte zeigt, wie tief die Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit der AfD sind: Während Radtke auf strikte Abgrenzung pocht, setzt Steinbrück auf eine anpassungsfähigere Haltung. Die Diskussion spiegelt die größeren Sorgen über den Einfluss der Partei und die Strategien zu ihrer Eindämmung wider.






