Bahn-Chaos in Bayern: Pünktlichkeit 2025 auf historischem Tiefpunkt
Hans-Josef BeckmannBahn-Chaos in Bayern: Pünktlichkeit 2025 auf historischem Tiefpunkt
Pünktlichkeit der Züge in Bayern auf Tiefstand: 2025 bricht alle Negativrekorde
Die Pünktlichkeit der Züge in Bayern ist 2025 dramatisch eingebrochen. Regionalverbindungen erreichten mit 84,9 Prozent einen Tiefstand, während Fernzüge nur noch auf 60,1 Prozent kamen. Damit verzeichnet das Netz die schlechtesten Werte seit Jahren – ein steiler Abfall im Vergleich zu 94,1 Prozent im Jahr 2020.
Fast die Hälfte aller Verspätungen geht auf marode Infrastruktur und andauernde Baustellen zurück. Kurzfristige Änderungen an Fahrplänen und Taktungen verschärfen die Belastung für Personal und Fahrgäste zusätzlich. Die Folge: Ausfälle, überfüllte Wagen und verpasste Anschlüsse prägen den Bahnalltag.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kritisiert seit Langem den Zustand des Schienennetzes. Zwar unterstützt sie Modernisierungsvorhaben, fordert aber realistische Bauzeiten. Gleichzeitig betont die GDL, dass zuverlässige Fahrgastinformationen dringend nötig sind, um die Auswirkungen von Störungen abzumildern.
Die Gewerkschaft pocht darauf, zunächst die bestehenden Infrastrukturprobleme zu beheben, bevor das Angebot weiter ausgebaut wird.
Der Pünktlichkeitsverfall spiegelt die anhaltenden Schwächen im bayerischen Schienenverkehr wider. Die Fahrgäste tragen weiterhin die Hauptlast von Verspätungen und Ausfällen – während die Forderungen der GDL nach besserer Planung und Kommunikation weiterhin ungehört bleiben.






