Baden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit KI-Kennzeichenerkennung
Gerfried ThiesBaden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit KI-Kennzeichenerkennung
Baden-Württemberg führt als erstes Bundesland digitale Parkraumüberwachung ein
Baden-Württemberg ist das erste deutsche Bundesland, das im Rahmen eines neuen Rechtsrahmens eine digitale Parkkontrolle einführe. Das System, das auf automatischer Kennzeichenerkennung basiert, soll die Verkehrssicherheit verbessern, indem es illegales Parken in besonders frequentierten Bereichen reduziert. Erste Tests zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse in Sachen Effizienz und Genauigkeit.
Die rechtliche Grundlage für diese Technologie liefert das im März 2025 verabschiedete Landesmobilitätsgesetz. Dieses ermöglicht Behörden den Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur Parkraumüberwachung – eine Methode, die in anderen europäischen Ländern bereits verbreitet ist.
Ein Pilotprojekt an der Universität Hohenheim, das seit Mai 2025 läuft, unterstrich die Wirksamkeit des Systems: Ein mit Kameras ausgestattetes Fahrzeug absolvierte eine vollständige Parkraumkontrolle in etwas mehr als einer Stunde. Zum Vergleich: Eine Fußstreife würde für dieselbe Aufgabe bis zu sieben Stunden benötigen. Nach kleinen Anpassungen arbeitete die Technologie fehlerfrei.
Die digitale Lösung steigert die Effizienz um das Sechsfache im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. Zudem hilft sie, Blockaden auf Radwegen, Busspuren und in Halteverbotszonen zu verhindern. Aufgrund des Erfolgs sind weitere Testphasen in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant.
Das neue System markiert einen bedeutenden Wandel in der Parkraumüberwachung Baden-Württembergs. Durch schnellere Kontrollen und eine bessere Einhaltung der Vorschriften sollen Verkehrsbehinderungen verringert und die Sicherheit erhöht werden. Zusätzliche Tests in anderen Städten werden zeigen, ob die Technologie flächendeckend eingeführt werden kann.






