Baden-Württemberg kämpft für strengere EU-Regeln beim Tierschutz auf Reisen
Brigitta SchülerBaden-Württemberg kämpft für strengere EU-Regeln beim Tierschutz auf Reisen
Baden-Württemberg übernimmt Vorreiterrolle beim Tierschutz während des Transports
Baden-Württemberg hat eine führende Position bei der Verbesserung des Tierschutzes während des Transports eingenommen. Das Bundesland richtete 2023 eine spezielle Taskforce Tiertransport ein, die für Kontrollen und Genehmigungen zuständig ist. Nun setzt es sich für strengere EU-weite Vorschriften ein, um Tiere auf Reisen besser zu schützen.
Im Dezember 2023 legte die Europäische Kommission neue Regeln für den Tiertransport vor. Baden-Württemberg, eine zentrale Transitregion für Viehtransporte in Europa, wirbt seitdem für praktikablere, aber zugleich schärfere Schutzmaßnahmen innerhalb dieses Rahmens.
Lokale Behörden arbeiten eng mit der Polizei zusammen und führen zweimal jährlich mehrwöchige Kontrollaktionen durch. Im Fokus stehen Fahrzeuge auf Märkten, Ausstellungen, Grenzübergängen und in Schlachthöfen. Fahrer werden zu festgelegten Kontrollpunkten geleitet, wo Tierärzte und Beamte die Tiere sowie die Transportbedingungen überprüfen.
Die Taskforce Tiertransport des Landes wurde ins Leben gerufen, um Fachwissen zu bündeln und die Durchsetzung von Vorschriften zu vereinheitlichen. Anders als in anderen deutschen Bundesländern gibt es in Baden-Württemberg keine vergleichbare landesweite Behörde – die meisten Kontrollen fallen weiterhin in den Zuständigkeitsbereich allgemeiner Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter. Diese spezialisierte Einheit ist hingegen für die Genehmigung von Ferntransporteuren zuständig und sorgt für eine einheitliche Anwendung der Tierschutzgesetze.
Im März 2026 nahmen die Minister Thomas Strobl und Peter Hauk an einer Kontrolle in der Region Rhein-Neckar teil. Ihr Besuch diente der Überprüfung der Einhaltung von Tierschutzstandards bei Lebendtiertransporten.
Baden-Württemberg bleibt das einzige deutsche Bundesland mit einer Taskforce, die sich ausschließlich dem Tierschutz während des Transports widmet. Die Region setzt sich weiterhin für verschärfte EU-Maßnahmen ein und erweitert gleichzeitig ihr eigenes Kontrollprogramm. Diese Initiativen zielen sowohl auf den Schutz der Tiere als auch auf die allgemeine Verkehrssicherheit ab.






