09 May 2026, 16:20

Autohändler warnen vor Pleitewelle durch rasante Elektrifizierung der Branche

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den USA zeigt, mit der Anmerkung, dass die installierte Kapazität von BMW gestiegen ist, auf einem weißen Hintergrund.

Autohändler warnen vor Pleitewelle durch rasante Elektrifizierung der Branche

Burkhard Weller, Autohändler und Präsident des VAD (Verband der Automobilhändler), hat seine Sorgen über die Zukunft der Automobilbranche geäußert. In der jüngsten Folge des AUTOHAUS-Podcasts sprach er über den dringenden Bedarf an klaren Förderregelungen für Elektrofahrzeuge und die wachsenden Herausforderungen, vor denen Händler angesichts der beschleunigten Elektrifizierung stehen.

Weller forderte ein vereinfachtes Förderverfahren ohne unnötige Bürokratie. Die Subventionen sollten seiner Meinung nach rückwirkend ab dem 1. Januar gelten und auch junge Gebrauchtwagen einschließen. Ein reibungsloser Start, so betonte er, müsse nahtlos in die Verkaufsprozesse integriert werden.

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Der Umstieg auf Elektroautos droht, das Servicegeschäft der Händler zu halbieren. Da Elektrofahrzeuge weniger verschleißanfällig sind, verlieren klassische Werkstattleistungen an Bedeutung. Weller warnte, dass dieser Wandel viele unabhängige Autohäuser in die Insolvenz treiben könnte – mit der Folge, dass ihre Zahl auf weniger als 3.000 schrumpft.

Er verwies zudem auf die Notwendigkeit, dass Händler ihre Geschäftsmodelle überdenken müssen. Erste Gespräche in Berlin hätten gezeigt, dass Politiker aufmerksam werden, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen. Der VAD strebt an, den politischen Einfluss der Autohäuser zu stärken, um ihre Anliegen auf Bundesebene Gehör zu verschaffen.

Die Automobilbranche steht vor tiefgreifenden Umbrüchen, da die Elektrifizierung den Markt neu gestaltet. Händler müssen sich schnell anpassen, um zu überleben, während die Politik prüft, wie Fördergelder und Regulierungen die Branche unterstützen – oder erschweren – könnten. Wellers Warnungen unterstreichen, wie dringend sowohl Unternehmen als auch Gesetzgeber handeln müssen.

Quelle