08 May 2026, 18:23

Apothekenbranche kämpft mit alternder Belegschaft und drohendem Personalmangel

Eine Apothekerin in einem weißen Kittel hält eine Flasche, während sie mit einem sitzenden Kunden an einem Tisch mit Gegenständen spricht, in einer Apotheke mit Regalen voller Flaschen und Körben im Hintergrund.

Apothekenbranche kämpft mit alternder Belegschaft und drohendem Personalmangel

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer demografischen Krise: Immer mehr Apotheker gehen in Rente

Fast ein Drittel der Apotheker in Deutschland ist heute 56 Jahre oder älter – ein Anteil, der deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt aller Erwerbstätigen liegt. Da in den kommenden Jahren viele von ihnen in den Ruhestand wechseln werden, muss die Branche dringend gegensteuern, um die wachsende Personalücke zu schließen.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen demografischen Wandel in deutschen Apotheken: Während bundesweit 24 Prozent aller Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren in die Altersgruppe 55 bis 64 fallen, sind es bei den Apothekern bereits 30 Prozent. Die größte Gruppe, 13,5 Prozent, ist zwischen 56 und 60 Jahre alt. Gleichzeitig sind nur noch 10,7 Prozent der Apotheker unter 30 – ein klares Zeichen für den schwindenden Nachwuchs.

Auch Apothekenleiter sind im Schnitt älter: Ihr Durchschnittsalter liegt bei 53,6 Jahren. In öffentlichen Apotheken beträgt das mittlere Alter der Apotheker 48,4 Jahre, wobei Männer tendenziell etwas älter sind als Frauen. Diese Entwicklungen spiegeln die bundesweiten Prognosen wider, wonach bis 2039 rund 13,4 Millionen Erwerbstätige in Deutschland die gesetzliche Regelaltersgrenze von 67 Jahren erreicht haben werden.

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Der anstehende Renteneintritt der Babyboomer-Generation stellt die Branche vor eine enorme Herausforderung. In den nächsten 15 Jahren werden die Apotheken einen beträchtlichen Teil ihrer erfahrenen Mitarbeiter verlieren. Branchenvertreter warnen: Ohne neuen Nachwuchs und effizientere Abläufe könnte der Sektor Schwierigkeiten bekommen, seine Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.

Um den drohenden Personalmangel abzuwenden, werden die Apotheken aufgefordert, jüngere Fachkräfte zu gewinnen und ihre Prozesse zu optimieren. Der Fokus muss auf gezielter Nachwuchsgewinnung und Effizienzsteigerung liegen, um die Versorgung langfristig zu sichern. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die alternde Belegschaft viele Apotheken in den kommenden Jahren unterbesetzt zurücklassen.

Quelle