30 April 2026, 00:38

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und neue Eskalation

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, hält Schilder, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und neue Eskalation

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betraf der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Die Gaststättenleitung soll sie wegen ihrer Parteizugehörigkeit des Lokals verwiesen haben.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Kontroversen um Krah ein, darunter die Aufkündigung einer Buchkooperation und die Abschaffung einer Einladung zur Leipziger Buchmesse. Am 14. April wurden Krah und Rau zunächst aufgefordert, das Gaffel Haus in Berlin zu verlassen. Als Janich nach dem Grund für die Aufforderung fragte, soll auch er von den Mitarbeitern des Lokals verwiesen worden sein. Die Leitung der Kneipe hat sich trotz einer Anfrage der Bild nach einer Bestätigung bisher nicht öffentlich geäußert.

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Krah rief daraufhin seine Anhänger zum Boykott des Betriebs auf und behauptete, die Konsumentscheidungen seiner Unterstützer könnten dessen Umsätze beeinträchtigen. Es war nicht das erste Mal, dass seine politischen Verbindungen für Konflikte sorgten. Ende Februar hatte der Friedrich Pustet Verlag in Regensburg die Veröffentlichung eines geplanten Buches von Krah mit Verweis auf dessen AfD-Mitgliedschaft abgesagt. Im März zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung zurück, auf der er seinen Roman Die Reise nach Europa präsentieren sollte – unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken.

Der Kneipenvorfall fügt sich in eine Reihe von öffentlichen Reaktionen gegen AfD-Mitglieder ein. Zu Krahs jüngsten Kontroversen zählen ein geplatztes Verlagsabkommen und eine abgesagte Literaturveranstaltung. Vom Gaffel Haus liegt bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Vorfällen vor.

Quelle