24 December 2025, 16:50

Zürich übernimmt 2026 den IBK-Vorsitz – was die Bodensee-Region jetzt plant

Ein bearbeitetes Bild, das einen See mit einem Schiff, einer Brücke und Bäumen in der Mitte, Insekten und Blättern unten, Text in der Mitte und einem Hügel und Himmel oben zeigt.

Zürich übernimmt 2026 den IBK-Vorsitz – was die Bodensee-Region jetzt plant

Der Schweizer Kanton Zürich übernimmt im Januar 2026 den Vorsitz der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). Die Übergabe folgt auf zwei Jahre unter der Führung Baden-Württembergs, in denen wichtige Projekte in den Bereichen Verkehr, Umweltschutz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit vorangetrieben wurden. Am 5. Dezember 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter, um den Wechsel zu vollziehen und die erreichten Erfolge zu würdigen.

Am 5. Dezember 2025 übergab Ministerpräsident Winfried Kretschmann offiziell den IBK-Vorsitz an eine Delegation aus Zürich. In seiner Rede bezeichnete er die Bodensee-Region als vorbildhaftes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Die unter Baden-Württembergs Führung verabschiedete Friedrichshafener Erklärung unterstrich dieses Bekenntnis zu gemeinschaftlichem Handeln.

In den vergangenen zwei Jahren wurden bedeutende Fortschritte in der Infrastruktur erzielt. Die Bodensee-Gürtelbahn wurde beschleunigt ausgebaut und elektrifiziert, um die Verbindungen rund um den See zu verbessern. Zudem wurde mit der Four-Country Mobility GmbH eine neue Organisation gegründet, die den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein koordinieren soll.

Auch Umweltfragen standen im Mittelpunkt. Die IBK initiierte eine mehrjährige Studie zur Bekämpfung der invasiven Quaggamuschel, die das Ökosystem des Sees bedroht. Ein weiteres großes Interreg-Projekt widmet sich dem Schutz heimischer Fischarten und dem Management der Kormoranpopulationen. Gleichzeitig startete eine gemeinsame Initiative zur Aufwertung des Bodensee-Radwegs, um ihn für Radfahrerinnen und Radfahrer sicherer und attraktiver zu gestalten.

Für die Zukunft versprach die Konferenz, die Zusammenarbeit in Forschung, nachhaltiger Mobilität und Biodiversität zu vertiefen. Ziel ist es, die Region als zentralen europäischen Innovations- und Kooperationsstandort weiter zu stärken.

Mit dem Amtsantritt des Kantons Zürich am 1. Januar 2026 werden diese Bemühungen fortgeführt. Projekte wie die Quaggamuschel-Studie, die Radwegsanierung und der Ausbau der Verkehrsverbindungen bleiben auf der Agenda. Im Fokus stehen weiterhin praktische Lösungen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern, der Wirtschaft und der Umwelt in allen vier Anrainerstaaten zugutekommen.