30 March 2026, 16:31

Zug tötet Gänsepaar in Markelfingen – ein Küken überlebt allein

Eine Familie aus vier Gänsen, zwei Erwachsene in Sandalen und zwei Gänsejunge, die in einer Reihe ältere eine Stra√e neben einem Zaun mit Pflanzen im Hintergrund gehen.

Zug tötet Gänsepaar in Markelfingen – ein Küken überlebt allein

Zwei Gänse von Zug bei Markelfingen getötet

Ein Gänsepaar ist am 25. April in der Nähe des Naturfreundehauses in Markelfingen von einem Zug erfasst und getötet worden. Die Tiere wurden getroffen, als sie mit ihren Küken auf den Gleisen verweilten. Eines der Jungtiere überlebte, doch die anderen gelten seit dem Vorfall als vermisst.

Der Unfall ereignete sich, als die Altvögel mit ihrem Nachwuchs zu nah an der Bahnstrecke waren. Ein vorbeifahrender Zug erfasste die Elterntiere und tötete sie auf der Stelle. Lokführer in der Region wurden anschließend angewiesen, besonders vorsichtig zu fahren, da herannahende Züge fast geräuschlos sein können und lange Bremswege benötigen.

Ein Tierrettungsteam durchsuchte das Gelände und fand ein überlebendes Gänseküken, das in Obhut genommen wurde. Die Geschwister des Jungtieres konnten bisher nicht ausfindig gemacht werden. Die Behörden warnen davor, dass Bahnstrecken gefährliche Orte sind – besonders, wenn sich Wildtiere in der Nähe aufhalten.

Die Bundespolizeiinspektion Konstanz rät der Bevölkerung, Gleisanlagen nicht zu betreten, wenn Tiere auf den Schienen gesichtet werden. Stattdessen sollte umgehend die Polizei über die Zentrale unter der Rufnummer 49 7531 1288 -0 kontaktiert werden. Für Medienanfragen steht Bettina Stahl von der Pressestelle für weitere Informationen zur Verfügung.

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Offizielle Statistiken darüber, wie viele Gänsefamilien in den vergangenen Jahren in Deutschland durch Züge getötet wurden, gibt es nicht. Zwar verzeichnet die Deutsche Bahn jährlich rund 20.000 bis 30.000 Wildunfälle – meist mit Rehen –, spezifische Zahlen zu Gänsen werden jedoch nicht erfasst. Die Polizei betont weiterhin, wie wichtig es ist, Tiere auf Gleisen zu melden, um weitere Vorfälle zu verhindern.

Quelle