Zoll Lörrach schlägt hart gegen Schwarzarbeit und Arbeitsrechtsverstöße zu
Hans-Josef BeckmannZoll Lörrach schlägt hart gegen Schwarzarbeit und Arbeitsrechtsverstöße zu
Zollbehörden im Landkreis Lörrach gehen gegen Schwarzarbeit und Verstöße im Arbeitsrecht vor
Im vergangenen Jahr haben die Zollbehörden im Landkreis Lörrach massiv gegen nicht angemeldete Beschäftigung und Arbeitsrechtsverstöße vorgegangen. Hundertfache Bußgelder, Beschlagnahmungen und Strafverfahren waren die Folge – betroffen waren Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Bei den jüngsten Kontrollen wurden Tausende Arbeitnehmer überprüft, wobei Strafen in Höhe von fast 800.000 Euro verhängt wurden.
Im Jahr 2025 leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Lörrach 1.498 strafrechtliche Ermittlungen und 1.036 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Gerichte entschieden über 1.265 Strafsachen, verhängten Geldstrafen von rund 300.000 Euro und Freiheitsstrafen mit einer Gesamtlänge von 12,5 Jahren. Zudem wurden 956 Bußgeldverfahren abgeschlossen, die zu Geldbußen und Einziehungen in Höhe von etwa 500.000 Euro führten.
Über 160 Mitarbeiter führten die Kontrollen durch, wobei besonders die Branchen Baugewerbe, Gastronomie, Taxidienste, Sicherheitsgewerbe und Friseurhandwerk im Fokus standen. Insgesamt wurden 574 Betriebe überprüft und mehr als 6.600 Arbeitnehmer zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Geprüft wurden vor allem die Einhaltung der Sozialversicherungsmeldungen, die Mindestlohnvorschriften sowie die legale Aufenthaltsgenehmigung ausländischer Arbeitskräfte.
Ein neues Gesetz hat die Bekämpfung von Schwarzarbeit gestärkt, indem es den Behörden erweiterte digitale Auswertungsmethoden und weitere Ermittlungsbefugnisse einräumt. Aktualisierte Vergleichszahlen zu Fällen nicht angemeldeter Arbeit in den Regionen Lörrach, Freiburg und Offenburg im Vergleich zu Vorjahren wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die verschärften Maßnahmen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigungspraktiken in der Region einzudämmen. Mit strengerer digitaler Überwachung und erweiterten Kompetenzen wollen die Behörden den Druck auf Unternehmen aufrechterhalten, die gegen Arbeitsgesetze verstoßen. Die bisher verhängten Sanktionen zeigen das Ausmaß der Kontrollen in Schlüsselbranchen.






