25 February 2026, 13:06

ZF Friedrichshafen: 91 Prozent der Belegschaft stimmen für radikale Umstrukturierung bis 2027

Ein detaillierter alter Stadtplan von Bies Bosch, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textanmerkungen zeigt.

ZF Friedrichshafen: 91 Prozent der Belegschaft stimmen für radikale Umstrukturierung bis 2027

Beschäftigte der ZF Friedrichshafen-Sparte E stimmen massiv für Umstrukturierungsplan

Die Mitarbeiter der Division E von ZF Friedrichshafen haben einem umfassenden Umstrukturierungsvorhaben mit großer Mehrheit zugestimmt. Die als "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit" bezeichnete Vereinbarung soll die Zukunft des Antriebsstrang-Bereichs sichern und gleichzeitig die Kosten bis 2027 um mehr als 500 Millionen Euro senken. Die Gewerkschaftsmitglieder zeigten deutliche Unterstützung – 91 Prozent stimmten für die Maßnahmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Dem Abkommen gingen wochenlange Verhandlungen zwischen ZF Friedrichshafen und der IG Metall voraus. Die Division E, die weltweit rund 30.000 Beschäftigte zählt, wird bis 2030 etwa 7.600 Stellen abbauen. Davon entfallen 3.100 auf Deutschland, während 4.500 Arbeitsplätze an Standorten außerhalb des Landes betroffen sein werden.

Laut Plan sollen keine deutschen Werke geschlossen werden, darunter auch die wichtigen Standorte am Bodensee, in Saarbrücken und Schweinfurt. Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, bezeichnete die Abstimmung als "starkes Signal für Solidarität und Zusammenhalt". Die Vereinbarung umfasst zudem weitreichende Kostensenkungsmaßnahmen, um die langfristige Stabilität der Sparte zu verbessern.

Zwei Drittel der Belegschaft von Division E arbeiten in Deutschland. Die Umstrukturierung erfolgt zu einer Zeit, in der die Automobilbranche unter wachsendem Druck steht, sich an neue Technologien und Marktanforderungen anzupassen.

Mit der breiten Zustimmung der Mitarbeiter kann der Pakt nun umgesetzt werden. Die Stellenabbaupläne verteilen sich auf mehrere Länder, während die deutschen Standorte weiter betrieben werden. Das Unternehmen erwartet, dass die Veränderungen die finanzielle Position stärken und gleichzeitig die zentralen Produktionsstandorte erhalten bleiben.