Wolters Brauerei in Braunschweig meldet Eigenverwaltung an – Rettung noch möglich?
Gerfried ThiesWolters Brauerei in Braunschweig meldet Eigenverwaltung an – Rettung noch möglich?
Braunschweig: Wolters Brauerei meldet Eigenverwaltung an – Zukunft ungewiss
Die traditionsreiche Wolters Brauerei in Braunschweig hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und damit Sorgen um ihr Fortbestehen ausgelöst. Das historische Brauhaus an der Oker prägt seit jeher die kulinarische Identität der Region. Gerüchten zufolge steht es nun kurz vor dem Zusammenbruch.
Die CDU-Ratsfraktion plant einen Eilantrag, um eine Taskforce zur Rettung der Brauerei einzurichten. Dieser Kreis soll die Geschäftsführung von Wolters, den Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie die Spitzen der großen Ratsfraktionen umfassen.
Kleinere Fraktionen kritisieren den Vorstoß, da ihre Vertreter nicht einbezogen wurden. Die Stadtverwaltung zeigt sich unterdessen vorsichtig optimistisch, was das Überleben des Betriebs angeht. Sie stehe in laufendem Austausch mit der Wolters-Geschäftsführung und sei offen für weitere Gespräche mit Ratsmitgliedern und regionalen Akteuren.
Laut Stadt müssen mögliche Runden Tische jedoch zunächst die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen abwarten. Zudem werde eine klare Strategie für die Fortführung oder Umstrukturierung benötigt. Eine formelle Einmischung der Kommune ist jedoch aufgrund rechtlicher Vorgaben zu kommunaler Wirtschaftshilfe ausgeschlossen.
Die Wolters Brauerei gilt als fester Bestandteil der lokalen Kultur. Ihr Schicksal hängt nun vom Insolvenzverfahren und der geplanten Taskforce ab. Die Handlungsmöglichkeiten der Verwaltung bleiben zwar begrenzt – die Gespräche gehen dennoch weiter.
