07 June 2026, 20:20

Wolfsburgs zweisprachige Bildung wackelt: Eltern kämpfen um italienische Klassen

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Wolfsburgs zweisprachige Bildung wackelt: Eltern kämpfen um italienische Klassen

Wolfsburg, eine norddeutsche Stadt mit tiefen italienischen Wurzeln, steht vor Veränderungen in ihrem zweisprachigen Bildungsprogramm. Seit den 1960er-Jahren haben rund 60.000 italienische Arbeitsmigranten und ihre Familien das lokale Kulturleben geprägt. Nun sorgen Pläne zur Kürzung der bilingualen Klassen an einer zentralen Schule für Besorgnis bei Eltern und Pädagogen.

Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Oberschule bietet derzeit jährlich zwei deutsch-italienische zweisprachige Klassen an. Ab der ersten Klasse wird der Unterricht in beiden Sprachen erteilt. Doch laut dem Schulentwicklungsplan der Stadt wird dieses Programm mit weniger als 70 Prozent Auslastung betrieben – als einziges in Wolfsburg.

Ab dem nächsten Schuljahr soll es nur noch eine bilingualen Klasse geben. Die Entscheidung stößt auf Widerstand: Eine Online-Petition sammelte innerhalb von vier Tagen über 550 Unterschriften. Unterstützer fordern Stadt und Schulbehörden auf, die Kürzungen rückgängig zu machen.

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In der Petition wird konkret gefordert, dass ab dem Schuljahr 2026/27 zwei italienische bilingualen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe erhalten bleiben. Eltern und Lehrkräfte betonen, dass Zweisprachigkeit klare Vorteile biete und für künftige Schülergenerationen bewahrt werden müsse.

Die geplanten Änderungen würden die Zahl der bilingualen Klassen an der Leonardo-da-Vinci-Schule verringern. Falls die Entscheidung Bestand hat, wird es ab dem nächsten Schuljahr nur noch eine Klasse pro Jahrgang geben. Der Ausgang der Petition wird zeigen, ob das Programm in seiner bisherigen Form fortbesteht oder weitere Einschnitte drohen.

Quelle