WM-Fieber in Halle 4: Wetten, Gebete und die Unberechenbarkeit des Fußballs
Hans-Josef BeckmannWM-Fieber in Halle 4: Wetten, Gebete und die Unberechenbarkeit des Fußballs
Halle 4 ist während der FIFA-Weltmeisterschaft zu einem lebhaften Wettbüro geworden. Kollegen und Fans setzen auf die Spiele – die Einsätze reichen von Essen bis hin zu Autoteilen. Das Turnier hat auch Diskussionen über Glück, Gebete und die Unberechenbarkeit des Fußballs entfacht.
Während des Turniers gönnt sich niemand eine Pause. Die Notwendigkeit einer sorgfältigen Organisation hält alle vor Ort. Beim Spiel Kroatien gegen Ghana wetteten 37 Kollegen, jeder mit einem ganz eigenen Einsatz: von Döner Kebabs über einen vollen Tank Sprit bis hin zu Sommerreifen.
Bei jedem Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen. Manche versuchen auf andere Weise, das Ergebnis zu beeinflussen. Die Tochter eines Kollegen, Hatice, betete für einen Sieg Deutschlands gegen Curaçao – für fünf Euro. Deutschland gewann mit 7:1, doch am Ende kosteten ihre Gebete sie insgesamt 15 Euro.
Die Geschichte zeigt: Allein der Glaube sichert keinen Sieg. Hochreligiöse Nationen haben den Pokal noch nie gehoben. Franck Ribéry von Frankreich verletzte sich einst vor einem Spiel gegen Italien – und trotz aller Gebete verlor sein Team.
Die WM bringt kreative Wetten und Versuche, den Spielausgang zu beeinflussen, mit sich. Gebete, Wetten und Aberglaube steigern die Spannung. Doch wie frühere Turniere zeigen, entscheiden am Ende oft Glück und Können über den Ausgang.
