WM-Druck auf DFB-Elf: Nagelsmanns Team kämpft mit Formkrise vor Paraguay-Spiel
Hans-Josef BeckmannWM-Druck auf DFB-Elf: Nagelsmanns Team kämpft mit Formkrise vor Paraguay-Spiel
Die deutsche Nationalmannschaft steht vor dem WM-Spiel gegen Paraguay unter zunehmendem Druck. Die jüngsten Leistungen haben Schwächen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive offenbart und Zweifel an der Turnierreife des Teams geweckt.
Deutschland begann die Vorbereitung mit einem Sieg gegen Curaçao, kämpft seitdem jedoch mit Formproblemen. Die Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador zeigten vor allem Defizite in der körperlichen Präsenz und in Zweikämpfen auf. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte diese Mängel vor der Partie gegen Paraguay ein.
Im Angriff mangelt es der Mannschaft an Tiefe – Spieler wie Nathaniel Brown und Deniz Undav stechen zwar durch ihre Dynamik hervor, doch der vorhersagbare Spielstil, bedingt durch ähnliche Spielertypen, schränkt die Wirksamkeit ein. In der Abwehr bleiben die Anfälligkeit auf der rechten Seite sowie die Fragen um Manuel Neuer ungelöst.
Historisch betrachtet war Deutschland gegen favorisierte Gegner oft erfolgreich, scheiterte jedoch an taktisch stark aufgestellten Teams. DFB-Direktor Rudi Völler warnte vor den Risiken, die Nagelsmann drohen, sollte sich die Leistung nicht bessern. Der Verband setzt bei dieser WM bewusst auf eine ruhige Atmosphäre mit rein sportlichem Fokus und lenkt damit von nebensportlichen Themen ab.
Die politische Zurückhaltung des Teams hat die Aufmerksamkeit noch stärker auf die sportliche Leistung gelenkt. Mit der WM vor der Tür muss Deutschland seine defensiven Schwächen und den Mangel an offensiver Variabilität dringend beheben. Sowohl die Öffentlichkeit als auch der DFB haben die Brisanz dieser Probleme erkannt.
