15 February 2026, 06:59

Wiesbadens Karnevalswagen wird zur "Gans am End" – nach Mainzer Markenstreit

Ein geschmückter Rosenmontagszug mit Statuen und Blumen, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Polen, Drähten und dem Himmel darüber.

Wiesbadens Karnevalswagen wird zur "Gans am End" – nach Mainzer Markenstreit

Wiesbadens Rosenmontagszug endet in diesem Jahr mit einem neuen Wagen-Namen

Der Abschlusswagen des Wiesbadener Fastnachtsumzugs trägt in diesem Jahr einen neuen Namen: Die einst als "Zugen(d)te" bekannte Figur heißt nun "Gans am End" – oder "Gans am Ende". Die Umbenennung erfolgte nach einer rechtlichen Beschwerde aus Mainz wegen der Nutzung des ursprünglichen Namens.

Fast zwei Jahrzehnte lang hatte der Wagen unbestritten das Finale des Umzugs markiert. Doch in diesem Jahr sahen sich die Veranstalter unter Druck, nachdem sie eingestehen mussten, dass die Figur nicht einmal einer Ente ähnelte.

Die Tradition eines prächtigen Abschluss-Symbols beim Wiesbadener Karneval reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Im Laufe der Zeit wurden die Wagen immer größer – einige erreichten in den 2000er-Jahren Höhen von 20 bis 30 Metern. Oft verspotteten die Motive die Nachbarstadt Mainz und spiegelten so die seit dem 19. Jahrhundert bestehende Rivalität zwischen den Karnevalsgesellschaften beider Städte wider. Der Schlusswagen symbolisierte dabei spielerisch Wiesbadens "Sieg" über den Nachbarn.

Doch in diesem Jahr wurde der Name des Wagens zum Problem: "Zugen(d)te" ist eine geschützte Marke und darf nur in Mainz verwendet werden. Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Karnevalsvereins, reichte eine offizielle Beschwerde ein. Daraufhin kündigte Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Wagenbauer-Firma Dacho, an, die Beschriftung zu entfernen, um juristische Konflikte zu vermeiden.

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Hinzu kam, dass die Erbauer einräumten, die Figur sehe eher einer Gans als einer Ente ähnlich. Der neue Name "Gans am End" bewahrt zwar die Tradition, verleiht ihr aber eine frische Note.

Der umbenannte Wagen wird den Umzug wie gewohnt beschließen und damit einen langjährigen Karnevalsbrauch wahren. Rechtliche Bedenken und ein fehlerhaftes Enten-Design führten zur Änderung. Die Veranstalter haben die Figur angepasst, um den reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten.