03 April 2026, 04:21

Wiesbadens Frühlingsfest sucht verzweifelt eine dauerhafte Heimat

Schwarz-weißes Foto einer Bühne von den 1902 Wiesbadener Festspielen, das Darsteller in traditioneller deutscher Tracht und ein applaudierendes Publikum im Hintergrund zeigt.

Wiesbadens Frühlingsfest sucht verzweifelt eine dauerhafte Heimat

Wiesbadens Frühlingsfest hat an neuem, provisorischem Standort eröffnet

Das Wiesbadener Frühlingsfest hat in diesem Jahr seine Pforten auf einem neuen, vorübergehenden Gelände geöffnet: auf dem Gelände des ehemaligen Real-Supermarkts. Die traditionsreiche Veranstaltung war zuvor jahrzehntelang auf dem Elsässer Platz zu Hause, bevor das Areal in Grünflächen umgewandelt wurde. Nun sind sich Veranstalter und Stadtverantwortliche in einem Punkt einig: Das Fest braucht eine dauerhafte Bleibe.

Jahre lang war der Elsässer Platz der festen Austragungsort der Wiesbadener Frühlingsmesse. Doch die Pläne der Stadt, das Gelände in Parks und öffentliche Begegnungsstätten umzugestalten, machten einen Umzug notwendig. In diesem Jahr finden Besucher Fahrgeschäfte, Essensstände und Attraktionen auf dem ehemaligen Supermarktgelände vor.

Die Preise auf dem Fest variieren: Einige Fahrten kosten bis zu 4 Euro pro Fahrt. Kleine Snacks sind ab 2 Euro erhältlich, deftigere Mahlzeiten schlagen mit bis zu 8,50 Euro zu Buche. Familien können montags von ermäßigten Eintrittspreisen profitieren – ein Angebot, das den Ausflug erschwinglicher macht.

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Die Suche nach einer langfristigen Lösung geht indessen weiter. Thomas Schreiner von der IG Kerbegesellschaften (Interessengemeinschaft der Schaustellerverbände) betont, wie wichtig ein fester Standort für die Zukunft des Festes ist. Werner Laux, ein beteiligter Schausteller, pflichtet ihm bei: Man habe sich zwar an den neuen Standort angepasst, doch Stabilität bleibe entscheidend. Stadtrat Dr. Gerhard Obermayr bezeichnet das Frühlingsfest als unverzichtbaren Teil der Wiesbadener Kultur, während Stadträtin Bettina Giese die Forderung nach einem eigenen Festgelände unterstützt.

Eine mögliche Lösung könnte die Salzbachaue bieten. Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, prüft das Gebiet als potenziellen dauerhaften Veranstaltungsort. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

Aktuell läuft das Fest am provisorischen Standort ohne größere Probleme – mit Fahrgeschäften, Spielen und kulinarischen Angeboten für die Besucher. Doch die große Frage bleibt unbeantwortet: Ohne einen festen Platz steht die Zukunft des Frühlingsfests in Wiesbaden weiter auf unsicherem Grund. Veranstalter und Schausteller blicken mit Sorge in die Zukunft.

Quelle