27 April 2026, 10:25

Wie Süddeutschlands Industrie durch Lastverschiebung Stromkosten spart und das Netz entlastet

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie Süddeutschlands Industrie durch Lastverschiebung Stromkosten spart und das Netz entlastet

Neue Studie von Agora Energiewende: Wie die Industrie in Süddeutschland durch Lastverschiebung Strom sparen kann

Eine aktuelle Studie der Denkfabrik Agora Energiewende zeigt auf, wie die Industrie in Süddeutschland ihren Stromverbrauch durch flexible Nachfragesteuerung reduzieren könnte. Die Untersuchung lotet Möglichkeiten aus, um die Netzbelastung zu verringern und gleichzeitig die Kosten für Unternehmen zu senken. Experten sehen darin einen wichtigen Baustein für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Allein in Baden-Württemberg und Bayern verbraucht die Industrie enorme Mengen Strom – mit Spitzenlasten von bis zu 25 Gigawatt (GW). Davon entfallen rund 14 GW auf industrielle Prozesse, wobei über 1 GW kurzfristig verschiebbar wäre, und zwar für Zeiträume zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.

Durch gezielte Lastverschiebungen ließe sich in der Region bis zu ein Gigawatt einsparen. Voraussetzung wäre jedoch, dass Unternehmen finanzielle Anreize erhalten, etwa in Form von fünf Prozent niedrigeren Stromkosten. Zudem bräuchten sie Vorlaufzeiten zwischen einer Stunde und einem ganzen Tag, um ihren Verbrauch anzupassen.

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Auch Privathaushalte könnten laut Studie einen Beitrag leisten. Die rund 26 Millionen Haushalte in Deutschland verfügen allein durch Kühlgeräte über ein verschiebbares Lastpotenzial von über 1,3 GW. Durch flexiblere Nachfragesteuerung könnten sowohl Industrie als auch Haushalte dazu beitragen, das Stromnetz in Spitzenzeiten zu entlasten.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein intelligentes Lastmanagement eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien spielen könnte. Mit den richtigen Anreizen und ausreichend Vorlauf könnten Unternehmen nicht nur die Netzstabilität verbessern, sondern auch ihre eigenen Energiekosten senken. Angesichts des Ausbaus fluktuierender erneuerbarer Energien in Deutschland könnte dieser Ansatz künftig noch an Bedeutung gewinnen.

Quelle