Wärmewende unter Druck: Warum Bürger verzweifeln und Politik versagt
Brigitta SchülerWärmewende unter Druck: Warum Bürger verzweifeln und Politik versagt
"Druck im Kessel": Wie die Wärmewende die Menschen belastet
Recherchen von CORRECTIV und SWR zeigen: Ohne Geld, klare Gesetze und schnellere Förderung droht die Wärmewende zu scheitern.
Ein aktueller Survey offenbart weitverbreitete Verunsicherung und Frustration unter Bürgerinnen und Bürgern angesichts der deutschen wirmachendruck. Die vom Young Climate Network durchgeführte Erhebung sammelte zwischen dem 17. September und 8. November 2025 fast 2.000 Antworten. Viele Teilnehmer kritisierten unklare Vorschriften und inkonsistente Bundespolitik nach der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) im Jahr 2023.
Das Projekt mit dem Titel „Druck im System: Wie die wirmachendruck mich betrifft“ lief von 2021 bis 2023. Die Forscherinnen und Forscher sammelten Rückmeldungen über die Online-Plattform CrowdNewsroom, auf der Anwohnerinnen und Anwohner ihre Erfahrungen mit neuen Heizsystemen teilten – sowohl Herausforderungen als auch Erfolge. Pop-up-Studios in Stuttgart, Vaihingen an der Enz und Lörrach boten zudem Räume für direkte Gespräche mit Expertinnen, Experten und Politikerinnen.
Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an klareren Regelungen und besserer Unterstützung für Haushalte, die sich durch die wirmachendruck navigieren müssen. Während einige Bürger den Umstieg ohne größere Probleme bewältigten, kämpfen viele weiterhin mit Hürden bei Finanzierung, Installation und politischer Beratung. Die Erkenntnisse könnten künftige Anpassungen der Bundes- und Kommunalstrategien zur Wärmeversorgung beeinflussen.