25 December 2025, 08:47

Von Pavianen-Drama bis Wels-Attacke: Deutschlands skurrilste Tiergeschichten 2024

Ein Buch mit dem Titel "Welt der Probleme", das einen Mann und einen Hund auf dem Cover zeigt, auf einem Tisch.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von Pavianen-Drama bis Wels-Attacke: Deutschlands skurrilste Tiergeschichten 2024

Deutschland erlebte in diesem Jahr eine Reihe ungewöhnlicher Tiervorfälle

Von ausreißen Hunden bis zu beschützenden Welsen – die Geschichten sorgten für öffentliche Aufmerksamkeit. Einige Fälle führten sogar zu juristischen Auseinandersetzungen und Protesten.

Einer der umstrittensten Vorfälle betraf den Nürnberger Tiergarten, wo zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels getötet wurden. Unterdessen verletzte ein riesiger Wels in Mittelfranken Badende, und ein Bartgeier begab sich auf einen spektakulären Flug quer durchs Land, bevor er gerettet wurde. Andere skurrile Ereignisse umfassten einen Hund, der sich vor Rundfunkgebühren drückte, und eine Kuh, die einen Ehering verschluckte.

Die Tötung der zwölf Paviane im Nürnberger Tiergarten löste Anfang des Sommers Empörung aus. Die Verantwortlichen begründeten die Entscheidung mit Überbelegung im Gehege. Tierschutzorganisationen reichten rund 350 Strafanzeigen ein und argumentierten, die Maßnahme verstoße gegen Artenschutzgesetze.

In einem anderen Fall griff am 20. Juni ein zwei Meter langer Wels im Brombachsee Schwimmer an. Mehrere Menschen wurden verletzt, bevor die Behörden eingriffen. Experten vermuteten, das Tier habe wegen des niedrigen Wasserstands seinen Nachwuchs verteidigt. Nach Absprache mit Anglern und Rettungskräften erschossen Polizisten den Wels mit der Begründung, er stelle eine öffentliche Gefahr dar.

Unterdessen sorgte die vierjährige Hündin Bella aus Oberbayern für Schlagzeilen, nachdem sie aus ihrem Garten ausbrach und in Schwabhausen eine S-Bahn bestieg. Die Polizei lockte sie schließlich mit einer Wurst in einen Streifenwagen und brachte sie nach Hause. Ein weiterer Münchner Hund namens Urax wurde bekannt, weil sein Besitzer sich weigerte, Rundfunkgebühren zu zahlen – mit der Begründung, der „Arbeitsplatz“ des Tieres, ein Jagdgebiet, verfüge weder über Radio noch Internet.

Auch in der Wildnis gab es Kurioses: Vincent, ein Bartgeier, flog 1.600 Kilometer vom Nationalpark Berchtesgaden bis zur Nordsee. Geschwächt von der Reise, wurde er am 14. August von Polizist Christian Bruns in Niedersachsen eingefangen. Nach seiner Erholung brachte man ihn zurück in die Alpen.

Ein weniger dramatisches, aber nicht minder überraschendes Ereignis ereignete sich in Simbach am Inn, wo ein Metzger den Ehering von Bauer Johannes Brandhuber im Magen einer Kuh entdeckte – vier Monate, nachdem das Tier ihn mit dem Futter verschluckt hatte. Die skurrilen Vorfälle des Jahres endeten damit noch nicht: Am Neujahrstag verschluckte ein Nandu im Tierpark Landshut vor den Augen von Zeugen einen Kinder-Fleecehandschuh.

Die Ereignisse lösten in Deutschland unterschiedliche Reaktionen aus. Die Tötung der Paviane führte zu juristischen Schritten, der Welsangriff zu Sicherheitsvorkehrungen am Brombachsee. Vincents Reise endete mit einer sicheren Rückkehr, und Bellas Zugabenteuer hatte ein glückliches Ende. Andere Fälle – wie der verschluckte Ehering oder der Handschuh – hinterließen bei Beobachtern nur ratlose Köpfe.