Vom Riesenkürbis zur Jack-O'-Lantern: Warum diese Beere die Welt begeistert
Hans-Josef BeckmannVom Riesenkürbis zur Jack-O'-Lantern: Warum diese Beere die Welt begeistert
Kürbisse sind weit mehr als nur Halloween-Dekoration. Diese vielseitigen Früchte – ja, botanisch gesehen sind es sogar Beeren – blicken auf eine reiche Geschichte zurück, überzeugen mit überraschenden Gesundheitsvorteilen und erreichen mitunter rekordverdächtige Größen. Von ihren antiken Ursprüngen bis zu modernen Wettkämpfen faszinieren sie die Menschen weltweit.
Die ersten Kürbisse tauchten vor etwa 9.000 Jahren in Südamerika auf. Spanische Entdecker brachten sie im 16. Jahrhundert nach Europa, von wo aus sie sich über den gesamten Globus verbreiteten. Heute gibt es rund 800 bekannte Sorten, wobei nur etwa 200 essbar sind. Zu den beliebtesten zählen der Zuckerkürbis, der Butternut-Kürbis, der Hokkaido-Kürbis, der Kabocha-Kürbis und der Delicata-Kürbis.
Doch Kürbisse sind nicht nur kulinarisch vielseitig – sie stecken auch voller Nährstoffe. Sie sind kalorienarm, dafür aber reich an Vitamin C und B, Ballaststoffen sowie wichtigen Mineralien. Besonders die Kerne sind wahre Kraftpakete: Sie enthalten Zink, Magnesium, Eisen, Selen und gesunde Fette. Ein einziger Steirischer Ölkürbis kann 300 bis 500 Kerne liefern, wobei für einen Liter Kürbiskernöl ganze drei Kilogramm Kerne benötigt werden.
Kürbisse haben auch kulturelle und freizeitliche Bedeutung. Die Tradition, Jack-O'-Lanterns zu schnitzen, geht auf eine alte irische Legende über einen Mann namens Jack zurück. In den USA hingegen messen sich Enthusiasten bei "Kürbis-Regatten" – sie paddeln in ausgehöhlten Riesenkürbissen über Seen. Der schwerste Kürbis der Welt, gezüchtet 2023, brachte es auf unglaubliche 1.249,8 Kilogramm (2.755 Pfund).
Von ihren antiken Wurzeln bis zu modernen Rekorden bleiben Kürbisse ein globaler Favorit. Ob gegessen, geschnitzt oder als Rennboot genutzt – sie verbinden Ernährung, Tradition und Unterhaltung. Ihre Vielseitigkeit sorgt dafür, dass sie weit über die Herbstsaison hinaus relevant bleiben.