15 May 2026, 18:27

Vom Hörsaal zurück an den Pokertisch: Wie eine Kriminologin ihr Comeback feiert

Eine Gruppe von Männern, die Poker an einem Tisch mit Münzen und Karten vor sich spielen, in einem Turnier-Setting mit einer Säule im Hintergrund.

Vom Hörsaal zurück an den Pokertisch: Wie eine Kriminologin ihr Comeback feiert

Angela Rogan, Kriminalwissenschaftsdozentin aus Belfast, feiert triumphales Comeback am Pokertisch

Nach Jahren der Abstinenz ist Angela Rogan, Dozentin für Kriminologie aus Belfast, mit voller Kraft in die professionelle Pokerszene zurückgekehrt. Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen der Sieg beim Ladies Event der PartyPoker Tour in Malta sowie ein bezahlter Platz im Main Event. Doch ihre Pokerkarriere begann bereits Jahrzehnte früher – in einem eher ungewöhnlichen Umfeld, lange bevor Texas Hold’em die Szene dominierte.

Mit gerade einmal elf Jahren hielt Rogan erstmals ein Kartenspiel in der Hand – und zwar in einer Taxizentrale in Belfast. Damals hatte das Spiel wenig mit dem Glanz moderner Turniere zu tun. Sie lernte das Handwerk in heute kaum noch gespielten Varianten wie Railroad, Southern Cross oder Big Heart Brag, bei denen der Dealer die Spielart bestimmte. In den frühen 2000er-Jahren gehörte sie zu den wenigen Frauen am Tisch und musste sich in der damals noch stark männlich geprägten Welt oft mit Sexismus und Anfeindungen auseinandersetzen.

Trotz der Herausforderungen meisterte Rogan den Spagat zwischen Poker und Familienleben: Sie zog vier Kinder unter fünf Jahren groß, ohne ihre Turnierreisen aufzugeben. Doch irgendwann verlagerte sich ihr Fokus. Mit Anfang 40 kehrte sie der Pokerszene den Rücken, um sich ihrer akademischen Laufbahn zu widmen. Sie erwarb einen Hochschulabschluss, einen Master und später sogar eine Promotion. Heute unterrichtet sie als Dozentin an der Queen’s University Belfast Fächer wie Kriminologie, Soziologie, Medizinrecht und statistische Datenanalyse.

Nach Abschluss ihrer Doktorarbeit wagte Rogan das Comeback am Pokertisch – mit sofortigem Erfolg: Innerhalb weniger Monate erspielte sie sich über 10.000 Pfund an Turnierpreisen. Ihr jüngster Triumph gelang ihr in Malta, wo sie nicht nur das Ladies Event gewann, sondern sich auch im Main Event in den bezahlten Rängen platzierte. Die niedrigeren Buy-ins und die einladende Atmosphäre der PartyPoker Tour hätten ihr den Wiedereinstieg erleichtert, sagt sie.

Poker liegt bei Rogan offenbar in der Familie: Mittlerweile bringt sie ihrem 18-jährigen Sohn das Spiel bei – und der hat bereits bei seinem ersten Irish Poker Tour-Event ein Preisgeld erzielt.

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Rogans Geschichte verbindet zwei Welten: die akademische Laufbahn und den hochkarätigen Wettkampf am Pokertisch. Seit ihrer Rückkehr hat sie sich schnell wieder als geschickte Spielerin etabliert. Und mit ihrem Sohn, der nun in ihre Fußstapfen tritt, macht bereits die nächste Generation der Familie am Tisch auf sich aufmerksam.

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