VBU warnt vor dramatischen Folgen einer Minijob-Reform für Wirtschaft und Beschäftigte
Brigitta SchülerVBU warnt vor dramatischen Folgen einer Minijob-Reform für Wirtschaft und Beschäftigte
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Pläne zur Reform des deutschen Minijob-Systems fallen zu lassen. Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Beamte Änderungen bei der geringfügigen Beschäftigung prüfen, ohne dass bisher eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber belasten würde. Beschäftigte in diesen Tätigkeiten hätten weniger Nettolohn zur Verfügung, während Unternehmen mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität konfrontiert wären.
Viele Branchen sind auf Minijobs angewiesen, um saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen, der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen setzen darauf. Der Verband weist zudem darauf hin, dass Minijobber bereits durch Pauschalabgaben erheblich zur Sozialversicherung beitragen.
Besonders betroffen wären Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebentätigkeiten. Der VBU befürchtet, dass eine Streichung der Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächen würde.
Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastungen für Unternehmen zu verringern. Der Verband betont, dass der Erhalt der Minijobs sowohl für Arbeitnehmer als auch für die Gesamtwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei.
