Universität Münster kämpft nach historischem Cyberangriff mit den Folgen
Gerd BuchholzUniversität Münster kämpft nach historischem Cyberangriff mit den Folgen
Massenhafter Cyberangriff auf die Universität Münster im November 2025 – die schwerste Attacke ihrer Geschichte
Mitte November 2025 wurde die Universität Münster Opfer eines massiven Cyberangriffs, des größten und gefährlichsten in ihrer Geschichte. Hacker versuchten, kritische Daten zu verschlüsseln, den Betrieb lahmzulegen und Lösegeld zu erpressen. Die Hochschule reagierte zwar schnell, um die Bedrohung einzudämmen, doch mehr als zwei Monate später laufen die Wiederaufbauarbeiten noch immer.
Erstmals entdeckt wurde der Angriff an einem Sonntagabend im November. Die Angreifer hatten sich über mehrere Sicherheitslücken in das Netzwerk eingeschleust und die Schwachstellen über einen längeren Zeitraum ausgenutzt. Ihr Ziel: die Systeme zu blockieren, Daten zu verschlüsseln und die Universität zur Zahlung für die Wiederherstellung zu zwingen.
Die Mitarbeiter wurden umgehend angewiesen, ihre Passwörter zurückzusetzen. Der Zugang zu Diensten und Websites wurde auf VPN oder das interne Netzwerk beschränkt. Diese Maßnahmen bremsten zwar die Ausbreitung der Attacke, doch der Schaden war bereits im Gange.
Prof. Dr. Vincent Heuveline, Leiter des Universitätsrechenzentrums Münster und Chief Information Officer (CIO), bestätigte später, dass unter den gestohlenen Daten Namen, E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwortinformationen waren. Forschungsdaten oder andere sensible Informationen scheinen jedoch nicht betroffen zu sein. Wäre der Angriff länger unentdeckt geblieben, stünde die Universität möglicherweise noch immer still.
Die Wiederherstellung der Dienste gestaltet sich als mühsamer und sorgfältiger Prozess. Bisher wurden über 170 Systeme wieder online gebracht, doch jeder Schritt erfordert strenge Sicherheitsprüfungen und klare Verantwortlichkeiten. Nun konzentriert sich die Universität darauf, ihre Abwehrmechanismen zu stärken, um künftige Vorfälle zu verhindern.
Obwohl die akute Gefahr abgewendet werden konnte, kämpft die Hochschule noch immer mit den Folgen. Verbesserte Sicherheitsvorkehrungen und Notfallpläne werden entwickelt, um künftige Risiken zu minimieren. Der Angriff dient als Warnung, wie verwundbar selbst große Institutionen gegenüber entschlossenen Cyberkriminellen sein können.