21 March 2026, 22:17

Unilever plant Verkauf von Knorr – McCormick als möglicher Käufer im Rennen

Ein Teller mit einem Lebensmittel.

Unilever plant Verkauf von Knorr – McCormick als möglicher Käufer im Rennen

Unilever erwägt den Verkauf seiner ikonischen deutschen Lebensmittelmarke Knorr im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Das potenzielle Geschäft, das sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen könnte, hat das Interesse von McCormick & Company geweckt, einem der größten Gewürzhersteller der USA. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Lebensmittelkonzerne zunehmend unter Druck geraten – bedingt durch preisbewusste Verbraucher.

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Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever. Die Marke nimmt eine führende Position auf dem deutschen Markt für Suppen, Saucen und Würzmittel ein und hält in ihren Kernsegmenten einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent. Zwar hat sie sich im Bereich Markensuppen gegen Konkurrenten wie Nestlés Maggi durchgesetzt, doch Handelsmarken von Aldi und Lidl sowie pflanzliche Alternativen beginnen, ihre Dominanz zu schwächen. Die Absatzzahlen bleiben zwar stabil, zeigen aber leichte Rückgänge angesichts sich wandelnder Verbraucherpräferenzen.

Unilever hat sein Portfolio bereits bereinigt, indem es 2025 seine eiscreme-Sparte mit geringeren Margen abspaltete. Das Unternehmen betreibt derzeit vier Produktionsstandorte in Deutschland, von denen zwei ausschließlich für Knorr produziert werden. Vorstandschef Fernando Fernandez treibt die Neuausrichtung voran, um das Geschäft auf wachstumsstärkere Bereiche zu konzentrieren.

McCormick & Company, weltweit führend in Gewürzen und scharfen Saucen, gilt als möglicher Käufer. Mit einem Jahresumsatz von knapp 7 Milliarden Dollar und rund 14.000 Mitarbeitern würde die Übernahme das Produktsortiment und die Marktpräsenz des Unternehmens deutlich erweitern.

Der Verkauf von Knorr wäre ein weiterer großer Einschnitt in Unilevers Portfolio im Zuge der laufenden Restrukturierung. Sollte das Geschäft zustande kommen, würde es McCormicks Position auf dem europäischen Lebensmittelmarkt stärken, während Unilever sich auf profitablere Segmente konzentrieren könnte. Der Ausgang hängt von den anstehenden Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen in den kommenden Monaten ab.

Quelle