Uli Borowka packt aus: Wie er seine Alkoholsucht als Ex-Profi besiegte
Hans-Josef BeckmannUli Borowka packt aus: Wie er seine Alkoholsucht als Ex-Profi besiegte
Ehemaliger Bundesliga-Profi Uli Borowka spricht in Salzgitter über seinen Kampf gegen Alkoholsucht
Der frühere Bundesliga-Fußballer Uli Borowka hat kürzlich vor Schülern in Salzgitter über seinen Kampf mit der Alkoholsucht gesprochen. Rund 350 Neunt- und Zehntklässler zweier örtlicher Schulen erhielten bei der Veranstaltung einen schonungslosen und persönlichen Einblick in die Gefahren von Suchterkrankungen. Borowkas offene Schilderungen hinterließen bei Schülern und Lehrkräften gleichermaßen einen tiefen Eindruck.
Die Lesung fand an der Gottfried-Linke-Realschule und dem Kranich-Gymnasium statt, wo Borowka Auszüge aus seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“ vorstellte. Er beschrieb, wie die Sucht sein Leben beherrschte, ihn emotional isolierte und den Menschen in seinem Umfeld schadete. Seine Botschaft galt der zerstörerischen Kraft der Abhängigkeit – und der Bedeutung, sich Hilfe zu suchen.
Die Schüler beteiligten sich regen Austauschs, stellten Fragen zu seinen Trinkgewohnheiten, seinem Weg in die Nüchternheit und seinen Erfahrungen als Vater. Viele erkannten sich in den von ihm beschriebenen Drucksituationen wieder, woraufhin Borowka die Notwendigkeit gesunder Bewältigungsstrategien betonte. Er warnte davor, Suchtmittel als Flucht vor Stress oder Erwartungen zu nutzen.
Nach der Veranstaltung bildeten sich lange Schlangen, als Schüler und Lehrer um Selfies und Autogramme baten. Die Authentizität des Events wurde vielfach gelobt – viele bezeichneten es als wirksames Instrument der Suchtprävention. Ermöglicht wurde der Vortrag durch die finanzielle Unterstützung der BKK Salzgitter und der BKK Public, während die AWO-Salto Suchthilfe zusätzliche Beratungsangebote für Betroffene bereitstellte.
Borowkas Besuch machte die realen Folgen von Suchterkrankungen deutlich, zeigte gleichzeitig aber auch Wege aus der Abhängigkeit auf. Die Veranstaltung klärte nicht nur auf, sondern verband die Jugendlichen auch mit Hilfsangeboten. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer sahen darin einen wichtigen Schritt, um das Bewusstsein junger Menschen für das Thema zu schärfen.






