Tödliche Gefahr: Warum zugefrorene Seen Schlittschuhläufer in die Irre führen
Brigitta SchülerTödliche Gefahr: Warum zugefrorene Seen Schlittschuhläufer in die Irre führen
Ein jüngster Kälteeinbruch hat Seen in der gesamten Region in eisige Spielplätze verwandelt und zieht Scharen von Schlittschuhläufern an. Doch Experten warnen: Gefrorene Flächen können trügerisch sein – und tödlich enden, selbst für diejenigen, die einfach nur auf dem Eis stehen. Viele beliebte Orte, darunter der Gnadensee bei Konstanz, verfügen nicht über eine offizielle Freigabe für das Schlittschuhlaufen.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zur Vorsicht und betont, dass eine einzige Frostnacht niemals ausreicht, um sicheres Eis zu garantieren. Schlittschuhläufer sollten sich nur auf Flächen wagen, die mindestens 15 Zentimeter dick sind – bei stehendem Gewässer – oder 20 Zentimeter bei fließendem Wasser. Vor dem Betreten muss das Eis auf Risse, austretendes Wasser oder dunkle Stellen überprüft werden, die auf verborgene Gefahren hindeuten.
Trotz der Risiken verzeichnen Seen wie der Gnadensee, der Hirschauer Baggersee und der Riedsee einen deutlichen Besucheranstieg. Wer eine sicherere Alternative sucht, findet auf kontrollierten Eisbahnen wie der am Landungsplatz in Überlingen ein überwachtes Angebot.
Ohne gründliche Prüfung bleiben zugefrorene Seen unberechenbare Gefahrenquellen. Die Behörden raten weiterhin dringend davon ab, auf ungetestetem Eis Schlittschuh zu laufen. Wer die Warnungen ignoriert, setzt sich dem ernsten Risiko aus, einbrechen zu können.