Tiny-House-Festival zeigt: Kompakt wohnen wird immer vielfältiger und teurer
Gerd BuchholzTiny-House-Festival zeigt: Kompakt wohnen wird immer vielfältiger und teurer
Das Tiny-House-Festival „New Housing“ präsentiert vielfältige Wohnlösungen auf kleinem Raum
Kürzlich stellte das Tiny-House-Festival New Housing eine breite Palette kompakter Wohnkonzepte vor. Über 90 Aussteller präsentierten mehr als 30 verschiedene Modelle und unterstrichen damit das wachsende Interesse an platzsparendem Wohnen. Preise und Ausstattung variierten dabei deutlich.
Ein Highlight war das barrierefreie „Tiny Care Home“ von Schwarzwald Tiny, das speziell für Rollstuhlfahrer und Pflegekräfte konzipiert wurde. Mit einem Preis von 100.000 Euro setzte es auf Zugänglichkeit als zentrales Merkmal. Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Grundstückskauf oft zum größten Kostenfaktor wird – die Preise unterscheiden sich hier je nach Region stark.
Weitere Modelle umfassten ein 16 Quadratmeter großes Wohnmobil von Mobi House für rund 48.000 Euro. Der polnische Hersteller Tom & Luk bot ein größeres, 48 Quadratmeter umfassendes Modulhaus für 95.000 Euro an. Holzbau Engel zeigte zudem ein 17 Quadratmeter großes, autarkes Tiny House mit Batteriespeicher und Wasseraufbereitung für 100.000 Euro.
Ein voll ausgestattetes 20-Quadratmeter-Haus begann preislich bei 75.000 Euro. Käufer müssen jedoch mit zusätzlichen Kosten von 15 bis 20 Prozent über den reinen Baukosten rechnen. Während die reinen Hauskosten meist zwischen 70.000 und 120.000 Euro liegen, können die Gesamtausgaben für langfristiges Wohnen in einem Tiny House auf 150.000 bis 300.000 Euro steigen.
Das Festival machte die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der Minihäuser deutlich. Die Kosten können je nach Größe, Ausstattung und Standort stark variieren. Käufer sollten dabei nicht nur den Grundpreis, sondern auch zusätzliche Ausgaben einkalkulieren.
