16 December 2025, 14:40

TeamViewer setzt auf KI-Strategie – doch die Aktie stürzt ins Jahrestief

Ein Präsentationsschirm mit Fahrzeugen auf einer Straße und darauf geschriebenem Text.

TeamViewer setzt auf KI-Strategie – doch die Aktie stürzt ins Jahrestief

TeamViewer-Aktie: Feiern unter Druck

Teaser: TeamViewer präsentiert zum Jubiläum eine neue KI-Strategie, kämpft aber mit Integrationsproblemen und einer herabgestuften Jahresprognose – der Aktienkurs rutscht auf ein Jahrestief.

Publikationsdatum: 16. Dezember 2025, 10:56 Uhr

Schlagwörter: Aktienhandel, Finanzen, Wirtschaft, Künstliche Intelligenz, Technologie

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TeamViewer hat sein 20-jähriges Bestehen mit der Vorstellung einer neuen KI-Strategie begangen. Doch das Jubiläumsjahr verläuft für das Unternehmen alles andere als glatt: Seit Januar hat die Aktie über 41 Prozent an Wert verloren. Anleger blicken nun gespannt auf die nächste Finanzaktualisierung im Februar.

Der deutsche Anbieter für Fernzugriffslösungen hatte 2025 mit einem Wachstumsrückgang zu kämpfen. Makroökonomische Unsicherheiten in den USA führten dazu, dass viele Kunden den Abschluss neuer Verträge verschoben. In der Folge senkte TeamViewer seine Prognose für wiederkehrende Erträge auf 780 bis 800 Millionen Euro.

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Unternehmensbereich zwar noch um 8 Prozent, doch die Aussichten für 2026 bleiben schwach. Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen nun nur noch ein Umsatzwachstum von 2 bis 6 Prozent. Trotz dieser Herausforderungen bleibt TeamViewer profitabel – mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 46 Prozent und einer leichten Verbesserung der Nettoverschuldung.

Um die Wende zu schaffen, setzt das Unternehmen auf Künstliche Intelligenz. Die neue Strategie umfasst die Einführung eines KI-Assistenten namens „Tia“ sowie den Ausbau autonomer Endgeräteverwaltung. Doch Integrationsprobleme – insbesondere bei der US-Tochter und der kürzlich übernommenen Sparte „1E“ – verschärfen den Druck.

Die Meinungen der Analysten gehen auseinander: Während die Bank of America die Aktie mit „Kaufen“ einstuft, hat Berenberg das Kursziel gesenkt. Investoren warten nun auf die Ergebnisse am 10. Februar, um zu sehen, ob die Sparmaßnahmen und die Integration von 1E die erhofften Effekte bringen.

Derzeit notiert die TeamViewer-Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief – ein Spiegelbild der Anleger zorgen. Der nächste Quartalsbericht wird zeigen, ob der KI-Schub und die Kostendisziplin die Performance stabilisieren können. Bis dahin beobachten Analysten wie Stefan Koller die Entwicklung genau.